Grossensiel Das Mittelalter kehrt zurück. Zumindest für drei Tage im Juli. Dafür sorgt der Club Weserstrand. In Zusammenarbeit mit dem Kaufmann Uwe Klotz, der in Rhauderfehn eine Veranstaltungsagentur betreibt, will der Heimatverein seinen traditionellen Fischmarkt im Großensieler Hafen um eine neue Attraktion bereichern. Es ist ein mittelalterliches Spektakel geplant, bei dem die Besucher eine Zeitreise in die Epoche der Ritter, Gaukler und Minnesänger geboten bekommen.

Zeltlager auf Hafenweide

Die mittelalterliche Truppe, zu der auch Handwerker und Händler gehören, will am Fischmarkt-Wochenende vom 4. bis zum 6. Juli ihr Zeltlager auf der Weide am Südufer des Großensieler Hafens aufschlagen. Das nimmt der Club Weserstrand zum Anlass, die Veranstaltung auf drei Tage zu verlängern und schon am Freitagnachmittag zu eröffnen. In seiner 34. Auflage bekommt der Großensieler Fischmarkt somit einen neuen Schub, von dem sich der Club-Vorsitzende Günter Mehrtens und der Veranstalter Uwe Klotz steigende Besucherzahlen versprechen.

Mit dem Marktorganisator aus Ostfriesland hatte der Heimatverein im vergangenen Jahr erstmals zusammengearbeitet und dabei laut Günter Mehrtens „sehr gute Erfahrungen“ gemacht.

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In der Jahreshauptversammlung, zu der sich rund 30 Club-Mitglieder am Freitagabend in den Weserterrassen trafen, stellte der Vorsitzende die Pläne für den Fischmarkt 2014 vor. Während das Hafenfest aufgewertet wird, hat der Club unter eine andere Traditionsveranstaltung endgültig einen Schlussstrich gezogen. Nach den Mitgliederbefragungen bei den Versammlungen im September und im Januar bestätigten die anwesenden Großensieler jetzt noch einmal einstimmig den Beschluss, das Maibaumsetzen aufzugeben.

Wie berichtet, hatte der Vorstand diese Vorgehensweise empfohlen, weil die Besucherzahlen stark rückläufig waren und es an Helfern mangelte. „Das ist traurig und bedauerlich“, sagt Günter Mehrtens, „aber so konnte es nicht weitergehen.“ Auch aus Kostengründen sah sich der Vorstand zum Handeln gezwungen. Denn für den Verein erwiesen sich die Maibaumfeierlichkeiten, die der Club seit 1950 ausgerichtet hatte, zuletzt als Zuschussgeschäft.

Den erst wenige Jahre alten, gut 20 Meter langen Maibaum sowie die dazu gehörende Ausstattung mit Zweibock und Winsch will der Club Weserstrand verkaufen. Auch von der Kutsche, in der die Maimajestäten bislang Platz nehmen durften, möchte der Verein sich trennen.

Das Aus für das Maibaumsetzen warf einen Schatten auf das zurückliegende Jahr, das für den Club Weserstrand ansonsten recht gut verlief und außerdem ein ganz besonderes war: 2013 feierte der Großensieler Heimatverein sein 150-jähriges Bestehen.

Bei den Vorstandswahlen in der Jahreshauptversammlung wurde die Führungsriege um Günter Mehrtens, der seit 1999 die Nummer eins im Club ist, nahezu komplett in ihren Ämtern bestätigt. Neu zu besetzen war jedoch der Posten des Schriftführers, da Jens Wohlkopf aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtete. Zu seiner Nachfolgerin wurde Carola Fest bestimmt. Weiter gehören Mario Timme (2. Vorsitzender), Barbara Bruns (1. Kassiererin) und Irma Doege (2. Kassiererin) zum Vorstand. Der Club zählt jetzt 115 Mitglieder; das sind zwei weniger als im Vorjahr.

Jubilare geehrt

Für langjährige Treue geehrt wurden Barbara und Kurt Bruns, Jan Gerdes, Torsten und Bettina Görmer, Thomas und Bettina Harzmann, Mario und Christine Timme, Heinrich und Irmgard Urbaniak (15 Jahre Mitglied), Ingrid Gutschker, Dietrich Meier, Detmar Struß, Jens Wohlkopf (20), Ingrid Meier (25), Werner und Karin Dannemann, Holger und Inge Rohde (30), Rolf Meier und Grete Reimann (35), Hannelore Bartsch, Wilfried und Gerti Schwarting (40), Jürgen-Christoph und Lenchen Gericke, Marga Steenken (45) und Gertrud Feldmann (55).

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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