Großensiel „Wir taufen dich auf den Namen Kakadu und wünschen dir allzeit viele Kinder und immer eine Handbreit Sand unter dem Kiel.“ Mit diesen Worten wurde am Sonnabend im Großensieler Sportboothafen eine ganz besondere Schiffstaufe vorgenommen. Bei dem gut neun Meter langen und knapp viereinhalb Meter breiten Holzboot handelt es sich um ein Spielschiff für die jüngeren Besucher des Hafens. Und die durften die Taufe unter Anleitung von Wiebke Thierer auf dem Kinderfest auch gleich selbst vornehmen.

Das Privileg der „Jungfernfahrt“ auf der dazugehörigen Rutsche hatten allerdings Thorsten Kölzow und Norbert Hoffmann, weil die beiden freiwilligen Helfer beim Aufbau des neuen Spielgeräts mit dem Bagger beziehungsweise Radlader ausgeholfen hatten. 60 Kubikmeter Sand mussten auf den Spielplatz transportiert und verteilt werden. „Das war noch einmal eine richtig große Herausforderung“, berichtete Stefan Schreiber, Vorsitzender der Nordenhamer Sportboothafengemeinschaft am Samstag. Und das knapp 10 000 Euro teure Schiff mit Landesteg, bekletterbarem Flächennetz, Sandkasten und Bänken war erst der Anfang. Denn beim Spendensammeln waren stolze 12 000 Euro zusammengekommen, so dass der Spielplatz auch noch mit einer neuen Schaukel, einer Wippe und einem Klettergerüst ausgestattet werden kann. Diese Spielgeräte sollen im September und Oktober installiert werden.

Die Neugestaltung des Spielplatzes war erforderlich, weil die alten Geräte morsch geworden waren. Harald Unland vom Amt für Baumanagement hatte den Wassersportfreunden beratend zur Seite gestanden, da das Terrain öffentlich zugänglich ist und damit verschiedene Sicherheitsauflagen zu erfüllen sind. Mitbeteiligt an den Planungen waren aber gleichermaßen die Eltern und Kinder selbst. Dass sich die aufwendigen Vorüberlegungen und der Einsatz der vielen freiwilligen Helfer gelohnt hatten, zeigte sich am Samstagvormittag direkt nach der Bootstaufe der Kakadu, die an ein in der Karibik gestrandetes Schiff erinnert. Die vielen anwesenden Mädchen und Jungen nahmen das Wrack sofort in Beschlag, zumal sie dort gleich eine erste Schatzsuche erwartete.

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Natürlich war die Kakadu der große Star bei den Kindern. Aber auch die Hüpfburg des Technischen Hilfswerks (THW) und die Spielgeräte des Nordenhamer Präventionsrates waren sehr gefragt. Zudem bestand die Möglichkeit, mit Booten durch den Hafen zu fahren. Die Erwachsenen zog es währenddessen mehr zu dem kleinen maritimen Flohmarkt mit dem Bootszubehör der Skipper und an den Getränke- und Imbissstand.

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