Brake Paul Botter singt und spricht mit leicht rauer Stimme. Dieses Organ ist bestens geeignet für den Blues. Alex Conti, eine Legende unter den deutschen Rockgitarristen, redet wenig, er lässt lieber seine Gitarre sprechen. Immer wieder weichen seine Melodien von der eigentlichen Linie des jeweiligen Stücks ab, unterstreichen das Gefühl in den Blues-Titeln. Und dabei wirkt alles so simpel und fast beiläufig, als würde Conti nicht die sechs Saiten seiner Akustischen bearbeiten, sondern sich die Schuhe zubinden. Ein echter Könner eben.

Conti, bekannt durch Bands wie Lake und seine Zusammenarbeit mit Inga Rumpf bei Atlantis, und Paul Botter, der mit Conti in der Formation Elephant gemeinsame Sache machte, spielten am Mittwoch ein Akustik-Konzert im Central-Theater. Juwelen des Soul, Blues und Rock standen auf dem Programm – leider für kaum vorhandene Gäste. Den fast leeren Saal nahmen die beiden Profi-Musiker indes sportlich: „Wir werden trotzdem Spaß haben“, versprachen sie.

Das Programm hätte dann auch ohne Mühe einen voll besetzten Saal begeistert: Von Tom Waits’ „Temptation“ über J. J. Cales „Call me the Breeze“ bis hin zu „I need your love so bad“, das durch Peter Green bekannt wurde, gab es wirkliche Schätze zu hören. Botters Stimme und Contis Gitarre gingen dabei eine harmonische Symbiose ein und drückten den Stücken einen ganz individuellen Stempel auf.

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Gut zwei Stunden zeigten die beiden Musiker, warum ihre Namen in der deutschen Musikgeschichte einen exzellenten Klang haben. Vor allem Contis Gitarrenspiel sorgte bei den Zuhörern für Begeisterung. Fast jedes Lied ließ ausreichend Platz zur Entfaltung für den Gitarristen, ohne dass es langatmig wurde. Durch den Verzicht auf große Technik konnte sich das Akustik-Duo ganz auf die Ur-Form des Blues, Soul und Bluesrocks konzentrieren. Ein Gewinn von der ersten bis zur letzten Note.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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