NORDENHAM NORDENHAM - Der Sound ist atemberaubend kolossal, sein geniales Gitarrenspiel eine irrwitzige Abfolge schneller Akkorde. Uli Jon Roth, der Meister der E-Gitarre höchstselbst, zelebriert in der Jahnhalle einen wahrhaft denkwürdigen Auftritt. Dabei strahlt er eine Lockerheit und Lässigkeit aus, die alles andere in den Schatten stellt.

Ein buntes Kopftuch über der Stirn hält das lange, wallende Haar zusammen. Vor dem Hintergrund der auf eine Leinwand projizierten Wüstenlandschaft, die das Tal des Todes darzustellen scheint, wirkt der Ausnahme-Gitarrist wie der indianische Kriegshäuptling Geronimo. Nahezu infernalisch ist dann auch die Musik, die erklingt. Jedoch versteht sich Uli Jon Roth ebenso als ein Meister der leiseren Töne. Die Zuhörer, etwa 150 mögen es sein, viel zu wenige an diesem einzigartigen Abend, spüren die Kraft und Dynamik, die der meist stoisch agierende Musiker verströmt. Er ist kein Freund vieler Worte.

Uli Jon Roth reißt sie alle mit. Da ist zum einen der Nordenhamer Drummer Michael Ehré, der sich an diesem Abend übertrifft und seine Extraklasse zeigt, und zum anderen der Bassist Francis Buchholz, der exzellent mitspielt. Und was der Sänger Olaf Senkbeil an diesem Abend mit seiner Stimme leistet, wird so oft nicht mehr zu hören sein in der altehrwürdigen Turnhalle. Es sind faszinierende und zugleich bewegende Momente für alle, die dabei sind.

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Im Repertoire hat die Truppe, zu der auch der Keyboarder Ferdy Dörnberg seinen hervoragenden Part beiträgt, meist Stücke der ehemaligen Band Electric Sun und auch Lieder der Scorpions, hier speziell vom Album „Tokyo Tapes“ aus dem Jahr 1978. Wenngleich viele Stücke, die an diesem Abend erklingen, vor Jahren entstanden sind, kommen sie frisch daher: So einen Sound wünscht man sich gern zurück. Das ist kraftvolle Musik – zurück zu den Wurzeln.

Die Musik ist aktuell. Zwei neue Stücke seines Albums stellt Uli Jon Roth vor. Sie schmiegen sich nahtlos ein in die Abfolge des Konzertprogramms, das den Zuhörern keine Zeit zum Verschnaufen lässt. Es ist gewaltig schön, was aus den Lautsprechern dröhnt – und zum Mitsingen animiert.

Der Auftritt wird unvergessen bleiben. Auch wenn Uli Jon Roth zum Abschluss mehrerer Zugaben in die Menge winkt und „Auf Wiedersehen“ sagt, so ist doch gewiss, dass dieses Konzert nicht mehr zu toppen sein wird.

Fraglich bleibt auch, ob der Musiker von Weltrang noch einmal den Weg in die Provinz wagt. Diesmal macht er seinem Nordenhamer Drummer diese Ehre. Michael Ehrés Fangemeinde weiß, was sie ihm zu verdanken hat. Uli Jon Roth und die Skyband werden frenetisch gefeiert.

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NWZ/NORDENHAM/.3

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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