Ruhwarden Kurzgeschichten und Gedichte über das Zusammenleben oder Beobachten von Tieren sorgten jetzt in der Galerie am Wehlhamm für einige launige Momente. Es handelte sich um Kostproben aus dem neuen Wesermarsch-Lesebuch „Manche schlafen mit der Katze ein“, die bei der Lesung „Hallo Nachbar“ präsentiert wurden.

Zu dieser Veranstaltung der 4. Berner Bücher-Wochen hatte deren Organisator Reinhard Rakow einige Autoren und Vorleser mit nach Ruhwarden gebracht. Neben den Tiergeschichten wurden Texte aus der Anthologie „Trotz alledem“ vorgetragen.

Mehr als nur ein Schmunzeln verlangte Sylva Springer den Zuhörern mit ihrem Beitrag über einen vergeblichen Versuch ihrer Morgengymnastik ab. Ihre Übungen wurden dadurch erschwert, dass die Meute der Parson Jack Russel Terrier ihr ständig zwischen den Gliedmaßen herumwuselten.

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Galeristin Silke Trolldenier las zwei lyrische Vogelgedichte vor. Dazu inspiriert worden war sie bei ihren Streifzügen durch die Küsten des Wattenmeeres.

Viel Witz und Charme boten auch die Zeilen von Jens Wohlkopf, der mit seiner Kurzgeschichte „Krallenkrimi mit der Tigerkatze“ für Heiterkeit sorgte. Die „Samtpfote“ ist nämlich keine gewöhnliche Katze und hat in Zweikämpfen so manche Blessuren davon getragen. Ein fehlendes Auge und ein halber Schwanz halten sie nicht davon ab, ausgiebig die Nachbargrundstücke in Großensiel zu durchstreifen und vehement ihr Revier zu verteidigen.

Einen Beitrag in Plattdeutsch steuerte Hans Wohlkopf bei, der über sein Leben mit Hund Bobby berichtete.

Neben diesen amüsanten Geschichten bildeten die Zeilen aus dem Buch „Trotz alledem“ eine großen Kontrast. Dessen Autoren beschäftigen sich mit den Launen des Schicksals und brachten zum Nachdenken anregende Geschichten zu Papier.

Peter Friedrich beschreibt in seinem Werk „Die Krankheit“, das Annemarie Cornelius vertrug, einen Menschen, der sich nach und nach auflöst, sprichwörtlich dahinschmilzt. Die Kurzgeschichte überrascht zudem mit einem ungewöhnlichen aber durchaus nachzuvollziehendes Ende.

Anke Stroman aus Abbehausen hatte ein längeres Gedicht mit dem Titel „Osten 1943“ verfasst. Es handelt von Sterben und Tod an der Ostfront, aber auch von der immer wieder aufklimmenden Hoffnung nach gesunder Rückkehr nach Hause. Die Idee zu diesem Gedicht sei ihr gekommen, als sie nach dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihren Schwestern den Haushalt auflösten und in einem alten Kochbuch der Mutter den Brief ihres Vaters fanden, den er als Soldat an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg an seine Ehefrau schrieb.

In diesen Zeilen wird besonders deutlich, was der Buchtitel „Trotz alledem“ bedeuten kann. Er steht für einen gewissen Trotz, auch in Ausweglosigkeit, in Krankheit oder tiefer Trauer an dem Willen zum Leben und Überleben festhalten zu wollen und neue Zuversicht zu schöpfen.

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