BRAKE Den Tod, das Sterben und die Trauer als Teil des Lebens zu akzeptieren, ist in der heutigen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Oft wird dieses Thema verdrängt, und wenn es zur direkten Konfrontation damit kommt, stehen die Betroffenen hilflos davor.

Neun Teilnehmer des Qualifizierungskurses „Leben bis zuletzt“ der Diakonie beschäftigten sich seit Januar mit der Endlichkeit des Seins, um in diesen Situationen anderen Menschen zur Seite stehen zu können. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung haben sie jetzt ihre Zertifikate erhalten und können als ambulante Hospizbegleiter tätig werden.

Rollenspiele

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Die Gründe, sich für dieses sehr emotionale Ehrenamt zur Verfügung zu stellen, waren sehr unterschiedlich. Einige Teilnehmerinnen sind mit dem Themen Sterben durch Alten- oder Krankenpflege beruflich konfrontiert und kennen die Einsamkeit von Sterbenden. Frühere Freunde wenden sich von den Schwerkranken ab, weil sie nicht wissen, wie sie reagieren sollen.

Andere Teilnehmer wollten sich vorsorglich mit diesem Tabuthema auseinandersetzen, da sie noch keinerlei Erfahrungen damit haben, oder mussten dem Sterben eines nahen Angehörigen ohnmächtig zusehen. Eins haben alle jedoch gemeinsam: Sie wollen Menschen ein Sterben in Würde ermöglichen.

95,5 Unterrichtsstunden absolvierten die acht Frauen und der eine männliche Teilnehmer. In unterschiedlicher Weise gingen sie an die Thematik heran. Es wurden Möglichkeiten der Sterbebegleitung, die Grundlagen der Hospizpflege, aber auch der Selbstpflege vermittelt. Letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn dieses Ehrenamt kann für die Helfer sehr belastend sein. Gespräche, Rollenspiele mit verschiedenen Referenten und Besuche einer Palliativstation, einer Altenpflegeeinrichtung, eines stationären Hospizes und eines Bestattungsinstituts gehörten ebenfalls zur Ausbildung.

Lob für die Gruppe

Die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Wesermarsch, Karin Schelling-Carstens, freute sich, die Zertifikate an Ute Seyberth, Ursula Jädtke, Ingrid Biesinger, Hagen und Traute Kügler, Sabine Ulbrandt, Tanja Nickelsen, Eda Erythropel und Karin Kalitzki übergeben zu können.

Sie lobte außerdem die Gruppe für das gute Miteinander. Die oft sehr intensiven Gespräche haben alle Teilnehmer in dem Vierteljahr des Kurses zusammengeschweißt und sie gelehrt, wie man dem Tod anders entgegentreten kann. Kontinuierlich und jederzeit bei Bedarf werden sie sich weiter zum Erfahrungsaustausch treffen.

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