Hartwarderwurp Das Kondenswasser sammelt sich an den Scheiben, Sitzplätze gibt es schon lange nicht mehr und an ein Durchkommen ist auch nur noch bedingt zu denken: Schon um kurz nach 19 Uhr war die Hahnenknooper Mühle am Sonnabend voll besetzt. Rund 250 Gäste wollten sich das Geburtstagskonzert und -buffet nicht entgehen lassen. Vier Bands konnten die Betreiber Ulrike und Hannes Bley für den Abend gewinnen.

„Hurra, wir leben noch“, ein bisschen Erleichterung sprach schon aus dem Titel des „Ein-Jahr-Jubiläums“ und ein bisschen wehmütig war Hannes Bley bei der Begrüßung der Gäste schon. „Ohne meine Frau hätte ich das letzte Jahr wohl nicht überstanden“, sagte der ehemalige Fuhrpark-Leiter mit leicht belegter Stimme. Aber nicht nur für seine Frau und seine Familie hatte er warme Worte übrig, ein riesiger Dank ging auch an die Gäste: „Es ist unglaublich, wie viele Menschen zur Mühle stehen und uns unterstützen.“

Bevor der Platz für die Musiker frei gemacht wurde, meldete sich auch Stadlands Bürgermeister Klaus Rübesamen, der einen Großteil des Abends in der ersten Reihe mit dabei war, zu Wort. „Aus der Mühle ist etwas Großartiges geworden, dafür sind wir alle sehr dankbar.“ Vor allem die Mischung aus Innovation und Tradition sei es, die die Mühle so beliebt mache.

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Nach so vielen warmen Worten lag es an den Bands, die Stimmung – und die Temperaturen – im Innern der Mühle noch weiter in die Höhe zu treiben. Den Anfang machte die Rodenkircher Band „Stufe 3“. Sänger Marcel Faßbender, Gertrud Herzog (Kontrabass) und Stephan Tournee (Cajon) trafen mit Coversongs zwischen „Lay down Sally“ und „Super Girl“ den Geschmack des Publikums. Vor allem die leicht sonore Stimme von Marcel Faßbender, die selbst einer stattliche Interpretation von AnnenMayKantereits „Oft gefragt“ standhielt, überzeugte von der ersten bis zur letzten Note. Aber auch das Publikum war gefragt, stellvertretend für alle Bands forderten Stufe 3: „Ihr müsst die Mühle heute Abend zum Beben bringen!“

Eine Aufforderung, der das Publikum gerne nachkam. Auch bei der zweiten Band des Abends, der Nordenhamer Formation „Am I Five“ wurde geklatscht und mitgesungen was das Zeug hält. Volker Hofschildt, Detlef Glückselig, Sven Pelzer, Frank Eisermann und Merle Markwart coverten sich durch die Jahrzehnte. Die helle Stimme von Merle Markwart bot einen passenden Gegenpart zu der sonoren Gangart von „Stufe 3“ und auch sonst überzeugte die noch verhältnismäßig junge Band das Publikum.

Zur Halbzeit des Abends war Hannes Bley im Gespräch mit der NWZ  fast sprachlos. „Es ist bisher ein so schöner Abend, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Besonders rührend fanden Hannes und Ulrike Bley das Geschenk, welches die vier Bands der Mühle gemacht haben: Eine Feuertonne mit den Umrissen der Mühle gehört ab jetzt zum festen Inventar.

Die zweite Hälfte der Geburtstagsfeier bestritten die Bands „Eo-Ipso“ und „Lyrical Waves“. Bevor „Lyrical Waves“, bestehend aus Ulli Denning, Nicole Westermann, Nathalie Plump, Andreas Plump und Matthias Kasper den Abend beschlossen, fielen Eo-Ipso musikalisch ein bisschen aus dem Rahmen. Zwischen den drei Coverbands stachen Ramona und Hergen Schütte sowie Claas Müller und Peter May durch selbst geschriebene Songs hervor. Die Lieder mit Titeln wie „Alkoholiker“, „Mein Gesicht“ oder „Freundschaft“ ging es zurück in die 1980er-Jahre, die Zeit der Umwelt- und Friedensbewegung und des leicht rotzigen Sounds.

Vier Bands ganz unterschiedlicher Gangart verlangten auch dem Publikum einiges ab: Bis weit nach Mitternacht ging das Geburtstagskonzert.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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