NORDENHAM Wer ein Konzert der Lyrical Waves besucht, muss damit rechnen, gute alte Bekannte wiederzutreffen. Gerade bei den heutigen Mittvierzigern ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Musik Erinnerungen an eine Zeit hervorruft, als man mit olivgrünen Bundeswehrparkas modisch weit vorne lag und als Lieder noch auf schwarze Scheiben gepresst wurden, die man Schallplatten nannte. Die guten Bekannten sind Titel von den Eagles, von The Police, von Barclay James Harvest, von Simon & Garfunkel. Die Lyrical Waves haben sie im Repertoire. Wer aber glaubt, er bekommt es mit einer Band zu tun, die ausschließlich in musikalischen Erinnerungen schwelgt, täuscht sich gewaltig. Das Programm ist ein Querschnitt aus 40 Jahren Rock und Pop – aufbereitet ohne technischen Schnickschnack, aber mit viel Gefühl und Respekt vor den Originalen.

Seit vier Jahren gibt es die Lyrical Waves. Dirk Jungenitz (46) und Oliver Steindorff (45) haben zunächst als Gitarrenduo angefangen. 2009 kam Sängerin Nicole Westermann (30) dazu. Seit März dieses Jahres ist die Band ein Quintett. Seitdem schwimmen Bassist Volker Hofschildt (47) und Gitarrist Andreas Plump (48), zwei Urgesteine der Nordenhamer Musikszene, mit auf den lyrischen Wellen.

Besuch im Tonstudio

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Eigentlich wollten sie nur eine Demo-CD aufnehmen, als die Lyrical Waves noch als Trio im Tonstudio bei Volker Hofschildt in Blexen auftauchten. Der 47-Jährige, der dort den Musikladen Ton & Takt betreibt, überzeugte seine Kunden, dass ein Basslauf den Stücken gut tun würde. Volker Hofschildt, von Haus aus Schlagzeuger – spielte ihn selbst ein. Weil alle Gefallen daran fanden, entschlossen sie sich zusammenzuarbeiten. Wenig später kam Andreas Plump dazu, den viele als Gitarrist von der Ersten Allgemeinen Lehrerband und von Green Lavender kennen. „Ich hab’ mir extra eine Akustik-Klampfe zugelegt“, erzählt der 48-Jährige, der in den 70er-Jahren gemeinsam mit Volker Hofschildt bei Lilac Incense gespielt hatte.

Akustik-Rock, Pop, Balladen aus den vergangenen 40 Jahren haben Lyrical Waves im Programm. 50 Coversongs gehören zum Repertoire. Gespielt wird, was gefällt. Von John Denver bis Amy McDonald, von Metallica bis Max Mutzke, von Reinhard Mey bis zu The Corrs. Zum Repertoire gehören auch sieben eigene Stücke, die Oliver Steindorff geschrieben hat. Er hat wegen der beiden Neuverpflichtungen nun von Gitarre auf Percussion umgesattelt.

„Wir haben nun mehr Dynamik in den Songs“, beschreibt Dirk Jungenitz das musikalische Tuning, das durch die Personalaufstockung erreicht wurde. Der 46-Jährige hofft wie seine Kollegen, dass es mit den Lyrical Waves weiter aufwärts geht. 30 Auftritte im norddeutschen Raum hat die Band seit ihrer Gründung absolviert. „Anfangs spielt man für den Hut“, beschreibt Oliver Steindorff den schwierigen Weg, den eine noch unbekannte Band einschlagen muss, um auf sich aufmerksam zu machen.

Möglichst oft live spielen

Aus diesem Stadium sind die Lyrical Waves inzwischen heraus. Die nächsten drei Auftritte führen sie ins Duc d’Alben in Brake (2. September), in die Nordenhamer Jahnhalle (25. November) und ins Schortenser Fährcafé (27. November). „Möglichst oft live spielen, das macht am meisten Spaß und das ist unser Ziel“, gibt Dirk Jungenitz die Richtung vor. Und auch seine Musikerkollegen haben großes Interesse daran, dass sich die lyrischen Wellen weiter ausbreiten.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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