Konzert
Frische Funkshow mit Aha-Effekt

Den Anfang machte die Nordenhamer Nachwuchsband Hard Birth. Anschließend heizte Dictionary of Funk dem Publikum ein.

Bild: Andreas Gruner
Die Gruppe Dictionary of Funk in der Jahnhalle: Die sechköpfige Formation kamen bei den Besuchern prima an.Bild: Andreas Gruner

Nordenham Es muss nicht immer die eingängige und einheitliche Popmusik sein, die so oft im Radio zu hören ist. Das zeigte sich einmal mehr am Sonnabend, als in der Nordenhamer Jahnhalle nach der Vorgruppe Hard Birth die Bremer Band Dictonary of Funk frischen Funk und Soul vom Feinsten spielte. Da wurde schon bald vor der Bühne getanzt, zumal die Gruppe mit ihrem Können, ihrer Stilsicherheit, ihrem Improvisationsvermögen und vor allem auch mit ihren zahlreichen Eigenkompositionen überzeugte.

Gleich neun eigene Songs mit aussagekräftigen Texten präsentierten Anthony Carney (Gesang), Erik Henkel (Bass), Stefan Berger (Gitarre), Björn Martin Reinhard (Keyboard), Jan Thiele (Trompete) und Björn Christiansen (Saxofon) dem Nordenhamer Publikum. Unterstützt wurden sie durch den Gastschlagzeuger Mathias Büsseler.

Los ging es mit dem aufheizenden „Habt ihr Bock auf Funk?“, dann folgten Stücke, die unter anderem gescheiterte Beziehungen thematisieren oder – wie in dem Song „Wasser“ – die Schwierigkeit für jeden einzelnen, den eigenen Lebensweg zu finden. Bekannte Lieder wie zum Beispiel „Superstition“ von Stevie Wonder ließen einige textsichere Fans mitsingen.

Frontmann Anthony Carney sorgte mit seiner charismatischen Art von Anfang an für gute Stimmung. Beeindruckend waren neben dem ausdrucksstarken Gesang des Bandleaders sowohl die verschiedenen Soli an den einzelnen Instrumenten als auch die ungewöhnliche Bühnenshow mit gelungenen Überraschungseffekten, viel Spaß und Leidenschaft. Da wurde beispielsweise kurzerhand eine Blockflöte zur Hand genommen oder auf dem Keyboard gespielt, während die Bläser das Instrument auf ihren Köpfen balancierten.

Am Schluss stand denn auch der Nordenhamer Sänger Pasco mit auf der Bühne. Klar, dass es nach dem Konzertabend viel Applaus und Lob für die Musiker aus Bremen gab. „Wirklich gut“, meinte Besucher Jan Gerdes, der sich eigentlich eher für Rockmusik begeistert. „Die meisten Funk-Songs und Arrangements kennt man, aber das hier sind richtig tolle eigene Sachen“, ergänzte Musikkenner Pasco, der demnächst vielleicht auch einmal als Gastsänger in der Bremer Band zu hören sein wird.

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