Friedrich-August-Hütte Als im vergangenen Jahr der Vorstand seine Amtszeit antrat, hoffte das eingespielte Team um Bühnenleiter Torsten Lange, viele neue Projekte umsetzen zu können. Doch das Vereinsgeschäft und die zurückliegende Spielzeit haben die Niederdeutsche Bühne Nordenham in besonderer Weise herausgefordert. Auf der Jahreshauptversammlung blickten die „Plattdüütschen“ jetzt zurück – und auch nach vorne.

Zunächst musste erstmals in der 36-jährigen Vereinsgeschichte ein Stück abgesagt werden: Zwei Ensemblemitglieder waren durch Krankheit bzw. einen Autounfall kurz vor der Premiere von „Een kommodigen Abend“ im Herbst 2018 ausgefallen. „Ein unfertiges Stück zu zeigen, wäre dem Qualitätsanspruch unseres Theaters nicht gerecht geworden,“ sagte Torsten Lange und bilanzierte: „Die Absage des Herbststückes hat – nicht zuletzt auch durch den Erfolg der kommenden Stücke – dem Ansehen unserer Bühne nicht geschadet.“ Denn sowohl für das „Alma-Rogge-Projekt“ als auch für die Musikrevue „Wi sünd woller wer“ ernteten die Plattdüütschen viel Anerkennung. Bei der Aufarbeitung von Leben und Werk von Alma Rogge arbeiteten Jugendliche und Erwachsene gemeinsam – rund 500 Besucher zählte das Theaterprojekt. Über 1000 Gäste sahen die Musikrevue – und der Besucherandrang riss nicht ab: Im Januar soll es eine Wiederaufnahme des Stückes geben.

Die Hauptsorge der Plattdüütschen liegt in ihrem Spielhaus, dem Kasino der Firma Weser Metall: Die Bauaufsicht der Stadt fordert umfassende Brandschutzmaßnahmen. Zusätzlich musste ein Brandschutzgutachten eingeholt werden für den über 100 Jahre alten Bau. Für den Betrieb als Kultureinrichtung gibt es zurzeit die Auflage, nicht mehr als 130 Besucher in den Saal zu lassen. Weitere Veränderungen sind vermutlich notwendig. Wie diese Maßnahmen finanziert werden sollen, ist noch offen. Die Bühne bemüht sich um Fördermittel. Die sind aber nur schwer zu bekommen, weil Brandschutzmaßnahmen von vielen Stiftungen als Pflichtaufgabe angesehen werden und nicht förderfähig sind oder der Verein selbst nicht Inhaber des Hauses ist.

Ob und wie es mit der Niederdeutschen Bühne im Kasino weitergeht, ist also noch offen. Wir haben Hoffnung auf Lösungen,“ machte Torsten Lange den Mitgliedern Mut.

Und die Bühne geht entschlossen in die Zukunft: Am 6. September feiert die Jugendgruppe „Tusculum“ mit „Frühlings Erwachen“ Premiere. Die Erwachsenen proben schon für „Twee Kisten Rum“ aus der Feder von Alma Rogge. Die Premiere ist im November. Und für das kommende Frühjahr kündigten die Plattdüütschen eine moderne Komödie an. Auch die Kindergruppe beginnt jetzt nach den Sommerferien wieder: Ab Donnerstag treffen sich Kinder zwischen 6 und 10 Jahren von 16.30 bis 17.30 Uhr im Kasino. Neue Interessierte sind willkommen.

Keine Veränderungen gab es bei den Wahlen: Jane Kleidon bleibt stellvertretende Bühnenleiterin, Traute Funk ist Schriftführerin, Werner Scholz und Irene Warnke sind Beisitzer im Vorstand. Udo Rohde bleibt Spielleiter, Lasse Kramer wurde als neuer Kassenprüfer gewählt. Renate Brüggemann, Irene Warnke und Gerold Heinen bilden den Festausschuss.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.