Friedrich-August-Hütte Aufatmen bei den Plattdüütschen: „Der Theaterbetrieb im Kasino Friedrich-August-Hütte kann weitergehen“, freut sich Bühnenleiter Torsten Lange. Schon in 14 Tagen soll das nächste Stück der Niederdeutschen Bühne im Haus Premiere feiern.

Das Kasino gehört der Weser-Metall GmbH, wird aber überwiegend von der Niederdeutschen Bühne gemietet und genutzt: Rund um den großen Saal mit Bühne und Platz für 120 Theatergäste befinden sich Konferenz- und Probenräume, die Werkstatt für den Kulissenbau, Nähstube und Fundus für Kostüme, ein Requisiten- und Bühnenmöbellager. Auch zwei Bands und ein Gesellschaftsverein haben ihr Domizil im Kasino.

Keine Dauerlösung fürdie Plattdüütschen

Neue Brandschutzauflagen in der Versammlungsstättenverordnung führten 2019 dazu, dass im Herbst zum letzten Mal im Haus ein Theaterstück aufgeführt werden konnte. Die Niederdeutsche Bühne musste für öffentliche Aufführungen umziehen: Die Musikrevue „Wi sünd woller wer“ wurde Anfang dieses Jahres im Abbehauser Dorfkrug gezeigt. Eine Dauerlösung ist das aber nicht.

Deshalb war die Erleichterung groß, als die Plattdüütschen jetzt von der Verwaltung der Weser-Metall GmbH eine gute Nachricht bekommen haben: Das Werk wird die erforderlichen Maßnahmen umsetzen. Neue, breitere Fluchttüren, eine Ertüchtigung der Brandschutzbeleuchtung, neue Brandschutzwände und -türen sowie die Schaffung neuer Fluchtwege sind geplant.

Auch die Bühnenmitglieder übernehmen Aufgaben, bauen etwa rückwärtige Bühnenteile um und überprüfen die Bühnenbeleuchtung. Das alles geschieht in Abstimmung mit dem städtischen Bauamt, das – so Torsten Lange – „konstruktiv bei der Erstellung des Maßnahmenpakets mitgewirkt hat“.

Seit Februar 2019 wurden bereits einige Veränderungen im Gebäude vorgenommen. Daher haben Bauaufsicht und Ordnungsamt grünes Licht gegeben, dass mit Verstärkung durch eine Brandwache der Feuerwehr Einswarden im März sieben Aufführungen im Kasino gezeigt werden dürfen: Auf dem Programm steht die plattdeutsche Komödie „Döör an Döör’nanner“ von Frank Grupe. Regie führt Leon Nungesser. Premiere ist am 20. März um 19.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf beginnt am Dienstag, 10. März. Tickets gibt es unter anderem in der NMT-Geschäftsstelle am Marktplatz.

Bühnenleiter bedankt sich

Torsten Lange dankt den Schauspielern und dem Team hinter den Kulissen: „Zu proben, ohne zu wissen, ob das Stück gezeigt werden kann, war eine mentale Herausforderung.“ Natürlich spricht der Bühnenleiter auch der Geschäftsführung von Weser-Metall – speziell dem Technischen Direktor Dr. Ulrich Kerney – seinen Dank für die umfangreiche Kulturförderung aus. Ebenso dankt er Bürgermeister Carsten Seyfarth und den Mitarbeitern in der Verwaltung für die konstruktive Begleitung bei der Suche nach einer Lösung zur Weiterführung des Spielbetriebs.

Am 28. März wird „Döör an Döör’nanner“ zum letzten Mal aufgeführt. Anschließend übernehmen die Handwerker das Kommando im Kasino.

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