Ruhwarden Es sei stets eine große Herausforderung gewesen, aber es habe auch immer viel Spaß gemacht, blickt Klaus Trolldenier zufrieden zurück. Seit 1986 und damit von Beginn an wirkte der 75-jährige Ruhwarder in jenem Arbeitskreis mit, der alljährlich die Butjadinger Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ organisiert. Seit 1998 war er der Leiter dieses verdienstvollen Gremiums, aus dem er jetzt auf eigenem Wunsch ausschied. Seine Nachfolgerin ist Renate Knauel.

Klaus Trolldenier war einer der ersten Mitstreiter von Hergen Auffarth, als der im Mai 1986 die Idee hatte, alljährlich eine Kulturwoche zu veranstalten. Der „Vater“ der „Gezeiten“ konnte schnell weitere Kulturträger in Butjadingen um sich scharren. Zu ihnen gehörte auch Klaus Trolldeniers Ehefrau Silke. Die Ruhwarder Galeristin war es, die den Vorschlag machte, der Kulturwoche den Namen „Gezeiten“ zu geben.

Nur vier Monate nach der Idee fand bereits 1986 die 1. „Gezeiten“-Woche statt. „Hergen Auffarth und ich haben mit unseren Autos 50 Klappstühle von der Gemeinde zum Hof des Heimatforschers Harald Künemann nach Süllwarden gebracht und unmittelbar nach dem Vortrag zu einem anderen Veranstaltungsort transportiert“, erinnert sich Klaus Trolldenier. Damals ahnte der Seekabelingenieur nicht, wie viel ehrenamtliche Arbeit die „Gezeiten“ ihm noch bescheren sollten.

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Als Arbeit hat Klaus Trolldenier sein Engagement im „Gezeiten“-Arbeitskreis aber nie empfunden. Kultur zu gestalten und der Gemeinde zu dienen sowie dabei gleichzeitig Tourismus- und Wirtschaftsförderung zu betreiben, sei für ihn immer eine Freude gewesen. Die Zusammenkünfte des Arbeitskreises, ein Treffen von Freunden, habe er als geselliges Ereignis empfunden.

Auf die vergangenen 28 „Gezeiten“ zurückblickend, überwiegen bei Klaus Trolldenier die erfreulichen Ereignisse. Als Beispiel nannte er die „Jedermann“-Theateraufführung eines Lübecker Ensembles in der voll besetzten Langwarder St-Laurentius-Kirche. Aber es habe auch die Kehrseite der Medaille gegeben. Eine Theatergruppe aus Emden bot ihr Stück „Schrankenwärters Tod“ vor einen zahlenden Zuschauer dar.

Das Ziel, das Niveau der „Gezeiten“ auch die Verpflichtung auswärtiger Ensembles und Künstler zu halten, neue kulturelle Ideen nach Butjadingen zu bringen, um damit auch eine Initialzündungen zu geben, sei ein immer schwieriger Spagat zwischen Wünschenswertem und Machbarem, erläutert Klaus Trolldenier. Ohne Sponsoren und auch ohne den einen oder anderen Euro aus dem Portemonnaie der Mitglieder des Arbeitskreises sei schon in der Vergangenheit vieles nicht möglich gewesen.

Dem „Gezeiten“-Arbeitskreis wünscht der ausgeschiedene Leiter viele neue Ideen, Dickhäutigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie eine künftig noch bessere Unterstützung durch die Tourismus-Gesellschaft.

Sein Rückzug aus dem „Gezeiten“-Arbeitskreis begründet Klaus Trolldenier damit. künftig kürzertreten zu wollen. Er habe das Gefühl, dass Haus und Garten mit zunehmendem Alter größer werden. Zudem erfordere die Galerie seiner Frau seine Mithilfe. Letztlich wolle er künftig mehr Zeit für sein Hobby, das Kunstmalen, haben. „Wo ich helfen kann, werde ich auch künftig helfen“, sagte der Mann zu, der sich um die Kultur in Butjadingen bereits seit fast drei Jahrzehnten sehr verdient gemacht hat.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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