NEUENHUNTORFERMOOR Es gab Zeiten, da hat sich Andra Benar vor dem Zeichnen gedrückt. „Das war während meines Studiums der Bildhauerei der Fall“, verrät die 41-Jährige. „Meine Dozenten fanden das nicht so toll.“ Jetzt hat die Künstlerin doch zur Malerei gefunden.

Wie in erster Klasse

Das kam so: „Vor gut einem Jahr fing ich an, das hebräische Alphabet zu lernen“, so Benar. „Ich habe wie eine Erstklässlerin begonnen. Jeden Buchstaben habe ich in einem Arbeitsheft immer wieder geübt. Zunächst ganz falsch, denn man fängt hinten im Heft an. Dann begann ich, die Zeichen zu drehen. Ein spielerischer Ansatz.“

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Andra Benar entschloss sich zu einer ungewöhnlichen Methode. „Für meine neue Idee des grafischen Ansatzes habe ich meine Bildhauerwerkstatt leergeräumt und den Boden und die Wände mit Packpapier beklebt. Darauf habe ich immer wieder den gleichen Buchstaben gezeichnet.“ Einen großen Unterschied zur Bildhauerei bemerkte die Künstlerin schnell: „Man hat beim Zeichnen schneller Ergebnisse.“ Ihre Arbeiten stellt sie nun im Café 21 in Neuenhuntorfermoor aus. Am Sonntag, 11. September, lädt sie um 15 Uhr zur Eröffnung ein. „Die Einführung werde ich selbst geben“, so die Künstlerin.

Verschiedene Materialien

Sie zeigt 27 Einzeldrucke und elf Bilder in Mischtechniken. Letztere sind mit Kreide, Tusche und Dispersionsfarben gemalt. „Es sind ganz bewusst keine schönen kalligraphischen Arbeiten, viel mehr lag mir daran, mit unterschiedlichen Materialien die faszinierende Ausstrahlung eines Buchstabens immer wieder aufs neue zu wiederholen und zu thematisieren“, erklärt die 41-Jährige, die seit 2007 in Berne lebt. „Ich zeichnete und malte an der Wand, mal auf der Leiter oder stehend davor, mit kurzen oder entfernt mit verlängertem Stift von rechts nach links und von oben nach unten. Es war ein Spiel, das sich erst zaghaft aus einer noch fast ordentlichen Begrifflichkeitsstudie entwickelte.“

Die Bilder von Andra Benar sind noch bis zum 6. November im Café 21 (Neuenkooper Straße 10) zu sehen.

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