Nordenham Der Vorstand der Goethe-Gesellschaft Nordenham hatte den Ort mit Bedacht ausgewählt. Auch die USA-Fahne, die der 1. Vorsitzende Burkhard Leimbach mit sich trug, war nicht zufällig dabei. Am Union-Pier haben sich drei Goethe-Freunde am Montag mit Waltraut und Werner Hofmann getroffen. Dort bedankten sie sich bei dem Ehepaar aus Rodenkirchen für die großzügige Spende, mit der es das Dvořrák-Konzert der Smetana-Symphoniker in der Stadthalle Friedeburg unterstützt. Nicht weit vom Union-Pier entfernt war der tschechische Komponist Antonín Leopold Dvorák im September 1892 mit einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd zu seiner ersten Amerika-Reise aufgebrochen.

Den geschichtlichen Bezug zwischen dem weltberühmten Komponisten und Nordenham, das von 1890 bis 1897 als Ersatz-Auswandererhafen für Bremerhaven diente, greift die Goethe-Gesellschaft auf und veranstaltet daher das besondere Konzert in der Friedeburg. Am 16. November 2015 spielt das 55-köpfige Orchester aus Prag Dvořráks berühmte Sinfonie „Aus der neuen Welt“, die er in den USA geschrieben hatte.

„Der Mantel der Musikgeschichte weht auch ein bisschen über Nordenham“, sagte Stefan Tönjes, der sich als Vize-Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft vornehmlich um das Musikangebot kümmert. Schon seit Jahren konnte sich die Kulturvereinigung kein großes Sinfoniekonzert mehr leisten, weil das finanzielle Risiko nicht zu überschauen war. Dank der Zuwendung aus der Hofmann-Stiftung gibt es diese Unsicherheit bei der Dvorák-Veranstaltung nicht.

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Die Eheleute haben 7050 Euro gespendet, um die von Schatzmeister Cristian Müller erwartete Unterdeckung auszugleichen. Bei seiner Kalkulation geht er davon aus, dass etwa 350 Besucher zu dem Konzert kommen. Sollten es weniger werden und das Defizit steigen, würde das Ehepaar Hofmann auch diese Lücke füllen. „Damit sind wir auf der sicheren Seite“, freute sich Kassenwart Cristian Müller.

Werner Hofmann wiederum freute sich über die schöne Gelegenheit, eine große Kulturveranstaltung zu unterstützen, von der viele Menschen etwas haben. Der gebürtige Dresdner fühlt sich dem Prager Komponisten Dvorák und auch den USA, wo seine Mutter in jungen Jahren als Au-pair gelebt hatte, sehr verbunden. Mit ihrer Bitte, das Konzert zu fördern, hätten die Goethe-Freunde bei ihm „offene Türen eingerannt.“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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