Ausstellung bis zum 15. April

23 Schüler des zehnten Klassen der Realschule I stellen ihre Bilder aus: Furkan Mehmet Acar, Nadine Ahlers, Lea Baum, Natalie Kempel, Kevin Kiel, Lars Krenzin, Murat Oral, Jule Parohl, Olaf Toschek, Lisa Ede, Steffen Flüchter, Carina Kaliske, Frederike Luers, Merle Michelsen, Jasmin Möller, Maria Saathoff, Samira Wemken, Merle Büsing, Paulina Pisarev, Finja Reimers, Tatjana Schneider, Maike Seibert und Jacqueline Nordenholt.

Die Ausstellung ist im Alten Rathaus am Marktplatz in noch bis zum 15. April zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr. Der Eingang ist im NMT-Büro.

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Die Vernissage war sehr gut besucht. Der Kunstverein hofft auf ähnliche Zusammenarbeit mit anderen Schulen.

Von Torsten lange

Nordenham Volles Haus im Kunstverein: Kein Platz blieb frei, als am Sonnabend die Ausstellung „Expression“ von 23 jungen Künstlern der Realschule I eröffnet wurde. Dicht gedrängt saßen und standen Kunstinteressierte und verfolgten die Ansprachen zur Vernissage.

Innensicht auf die Welt

Die Schüler des Wahlpflichtkurses Kunst Klasse 10 hätten alles verdrängen müssen, was sie bisher aus dem Kunstunterricht kannten, sagte die Kunstlehrerin Imke Gewinn: Zeichenblock, Bleistift und kleiner Tuschkasten blieben im Schrank. Stattdessen forderten großformatige Papiere und Acrylfarben zu neuen künstlerischen Entdeckungen heraus. Imke Gewinn zeigte sich voller Stolz über die entstandenen Werke im expressionistischen Stil.

Eine ganz neue Weltsicht wollten die Expressionisten der ersten Stunde zum Ausdruck bringen, erklärte die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins, Marlene Gerdes, in ihrer Einführungsansprache. Bekannte Künstler dieser Stilrichtung waren Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Edvard Munch sowie die „Brücke-Maler“, die wesentliche Teile ihres Werkes im nahen Dangast entwickelten.

Auch die Schüler Maike Seibert, Jule Parohl, Steffen Flüchter und Paulina Pisarev gaben einen kurzen Überblick über die expressionistische Kunst. Abgerundet wurde die Ansprache der Schüler durch Olaf Toschek, der ein kurzes Gedicht über die Arbeit der Expressionisten vortrug.

Wesensmerkmal des Expressionisten ist die Darstellung der Innensicht auf die Welt. Ausgehend vom Individuum, seinen Gefühlen und Ansichten präsentiert der Künstler seine Weltsicht. „Die Welt sehe ich so“, nannte Marlene Gerdes die ausschlaggebende Formel.

Dabei lösen sich Farben von ihren gewohnten Gegenständen, Himmel werden feuerrot, Nordenhamer Ochsen lila, Häuser und Landschaften bekommen ungewöhnliche Farben. Sie bilden das Erhebende der Ausstellung: hinaus aus der Frühlingstristesse, hinein in ein Meer von belebender Farbigkeit.

Marlene Gerdes und viele Mitglieder des Kunstvereins lobten die Professionalität der Werke. „Es ist eine der prachtvollsten Ausstellungen, die wir hier je gehabt haben“, sagte Marlene Gerdes.

Lob zollte auch die kommissarische Schulleiterin Heidrun Beck. Imke Gewinn sei es gelungen, „die Kunst aus den Schülern herauszukitzeln“. Glückwünsche erhielten die jungen Künstler im Anschluss an die Eröffnungsansprachen von zahlreichen Mitschülern und Lehrern, die an der Vernissage teilnahmen.

Begegnung im Museum

Eine erste Begegnung mit expressionistischen Werken hatten die Schüler bei einem Besuch im Landesmuseum für Kunst- und Kultur in Oldenburg. Dessen Leiter Professor Bernd Küster begleitete die Schüler durch die Expressionismus-Ausstellung, die im vergangenen Jahr gezeigt wurde.

Für den Kunstverein ist diese Form der Zusammenarbeit mit einer Nordenhamer Schule eine Premiere. Marlene Gerdes hofft, dass auch andere Schulen zu ähnlicher Zusammenarbeit bereit sind.

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