Fedderwardersiel Wenn der Musiklehrer und Fotograf Matthias Ihrig-Goede durch die Landschaft streift, ist sein Blick auf die winzigsten Dinge gerichtet. „Sieh, das Gute liegt so nah!“ ist der Titel einer Sonderausstellung mit Fotos des Bochumers, die am Sonntag im Rahmen der Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ im Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel eröffnet wurde. Zu sehen sind Makrofotografien.

Hausleiterin Dr. Felicitas Demann begrüßte neben interessierten Besuchern auch die Vorsitzende des „Gezeiten“-Arbeitskreises, Renate Knauel. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis und wird bis zum 29. September im Nationalpark-Haus zu sehen sein. Für den musikalischen Rahmen sorgte bei der Ausstellungseröffnung Birgit Goede auf dem Cello.

Matthias Ihrig-Goede lebt in Bochum. Er ist mit seiner Frau aber auch häufig in Fedderwardersiel anzutreffen; die beiden haben dort ein Ferienhaus. Wenn Matthias Ihrig-Goede mit seiner Kamera auf die Pirsch geht, sind es vor allem Insekten und Pflanzen, die sein Interesse wecken. Alle Fotos, die die Ausstellung zeigt, sind in Butjadingen entstanden.

Statt eines Vortrages wählte Renate Knauel bei der Vernissage das Gespräch mit dem Fotografen, der seinem Hobby voller Leidenschaft nachgeht. „In gehe raus und gucke, was das krabbelt“, sagte Matthias Ihrig-Goede. Für ihn seien es stets „besondere Glücksmomente“, wenn es ihm gelingt, mit seinem Objektiv eine winzige Fliege, eine Biene oder einen Käfer zu erfassen. Durch Matthias Ihrig-Goede werden solche Motive zu Kunstwerken, die von viel Achtung vor der Schöpfung und Liebe zur Natur zeugen.

Mit der speziellen Technik der Makrofotografie kann der Bochumer kleine Motive um ein Vielfaches vergrößert abbilden, so dass Details sichtbar werden, die man mit dem bloßen Auge sonst nicht sehen kann. So werden die Facettenaugen einer Fliege genau so faszinierend wie etwa die langen „Antennen“ eines Grashüpfers.

Jedem Foto von einem Insekt hat Matthias Ihrig-Goede nicht nur die genaue Bezeichnung der Gattung hinzugefügt, sondern auch einige Anmerkungen über deren Eigenarten. Die Betrachter seiner Bilder können eine „geduldsame Fliege“ entdecken oder eine „ganz schön langbeinige Wiesenschnake“. Renate Knauel geriet ins Schwärmen: „Es sind traumhafte Fotos mit vielen kleinen Geschichten“, sagte sie.

Der Ausstellungstitel „Sieh, das Gute liegt so nah!“ bezieht sich auch auf die geografische Nähe zum Nationalpark Wattenmeer mit seiner einzigartigen Naturlandschaft. Die Ausstellung lädt dazu ein, einmal etwas genauer hinzusehen und den Blick auf all die Wunder zu richten, die uns täglich umgeben.

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