NORDENHAM NORDENHAM - Mit einer neuen Idee bezüglich der Nutzung des Güterschuppens an der Müllerstraße hat das Theater Fatale jetzt wieder die Diskussion angeregt. Der Verein möchte das alte Gebäude von der Stadt Nordenham mieten und es dann Stück für Stück in Eigeninitiative sanieren. „Wir verfügen über entsprechende Mittel und Handwerker in unseren Reihen“, sagte der 2. Vorsitzende Wolfgang Heeren.

Die Fatalen benötigten endlich ein festes Zuhause. Die Industriebrache wolle der Verein als Spielstätte und Probenraum nutzen. Für die Stadt fallen laut Heeren keine zusätzlichen Kosten an.

Vorstandsmitglieder der Fatalen stellten diese Idee am Dienstagabend der SPD-Stadtratsfraktion vor. Sie machten deutlich, dass ihr Konzept keine Konkurrenz zu anderen Kultureinrichtungen wie der Jahnhalle darstelle. Vielmehr werde angestrebt, die Räume auch anderen Vereinen zur Verfügung zu stellen, sagte Detlef Glückselig. Zunächst gelte es, den Zuschlag zu erhalten, um mit der Sanierung beginnen zu können. Wie Fatale-Vorstandsmitglied Frank Repert erwähnte, sind für die „Bordmittel“ jährlich gut 15 000 Euro veranschlagt. Der Charme des unter Denkmalschutz stehenden Backsteingebäudes solle erhalten bleiben.

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Vize-Fraktionschef Manfred Wolf warnte davor, einen Präzedenzfall zu schaffen. Das Konzept sei das Entscheidende. Er plädierte für eine flexible Lösung, so dass kurzfristig auch Freiluftveranstaltungen aufgrund schlechten Wetters in den Güterschuppen verlegt werden könnten. „Wir als Politiker müssen allen Vereinen gerecht werden“, gab Kurt Winterboer zu bedenken. Viele Gruppen in Nordenham müssten „etwas davon haben“, stellte er fest. Von der Idee, die Industriebrache zu revitalisieren, waren alle Politiker angetan.

Auch ein Vertreter der Stadtverwaltung äußerte sich positiv. Eine Nutzung durch einen Hauptmieter wäre ideal, sagte er. Von der Sanierung und Belebung des Güterschuppens erhofft er sich eine Initialzündung auch für den Nordenhamer Stadtteil und die Gastronomie. „Man muss endlich etwas tun“, betonte er. Für den leer stehenden Schuppen soll jetzt ein Nutzungskonzept erarbeitet werden. Eine Projektgruppe wird sich im Rathaus dem Thema annehmen.

„Die Stadt habe die Chance, Leben in das Gebäude zu bekommen“, sagte Heeren. Das Theater Fatale habe der Stadt ein schlüssiges Konzept vorgelegt und verfolge nun die weitere Diskussion. Sollte das Projekt scheitern, müsse sich der Verein halt nach anderen Räumen umsehen.

Dauerhaftes Domizil gesucht

Rund 100 Zuschauer sollen nach der Sanierung in dem Güterschuppen Platz finden. Die bauliche Substanz des Gebäudes stellt wohl kein Problem dar. Das Theater Fatale setzt große Hoffnungen in die Industriebrache, um endlich das Raumproblem zu beenden. Seit längerer Zeit ist der vor fünfeinhalb Jahren gegründete Verein auf der Suche nach einem dauerhaften Domizil, um sich weiterentwickeln zu können. Dem Theater Fatale gehören zurzeit rund 170 Mitglieder an.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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