BERNE Der Künstler thematisiert auch den Konflikt im Nahen Osten. Bis Freitag sind die Bilder noch zu sehen.

Von Silke Arndt BERNE - Engel im Gottesdienst, Engel in der Pastorei: Der Berner Designer und Karikaturist Heiko Schaldach stellt seit Sonntag 14 Bilder zum Thema „Auf den Spuren der Engel“ in der Pastorei aus. Auch im Gottesdienst in der St. Aegidius-Kirche, wo ebenfalls ein Engel-Bild gezeigt wurde, nahm sich Pastor Thomas Ehlert der Friedensbotschafter an.

Schaldach, der seine Bilder schon in Weltstädten wie Zürich und Tokio ausgestellt hat, zeigt sehr persönliche Bilder. „Ich habe lange Zeit gebraucht, um meine Feindbilder zu überwinden, die durch meine Vergangenheit begründet sind“, sagt der Künstler. Seine jüdischen Eltern seien während der NS-Zeit in einem Konzentrationslager gewesen. „Dadurch ist mein Vater ein Atheist geworden“, so Schaldach.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Aufgrund dieser Erlebnisse ist der Berner sehr froh, seine Bilder als Jude in einer evangelischen Kirche ausstellen zu dürfen. Mehr noch: „Für mich ist das sogar eine kleine Revolution.“

In seinen Bildern stehen unterschiedliche Farben für Gegensätze: Rot symbolisiert die verbrannte Erde, die Unruhen in Israel, während helles, gelbes Licht signalisiert, dass ein Ausweg aus dem Konflikt gefunden werden müsse damit Friede einkehren kann. Die neue Verbindung zwischen Juden und Christen ist ebenfalls ein großes Thema seiner Bilder.

Wichtig ist dem 44-Jährigen, dass sich die Darstellung von Engeln im Laufe der Zeit gewandelt hat: Früher seien die Engel nicht menschlich dargestellt worden. Aber mit der Zeit wurden die Darstellungen dem jeweiligen Schönheitsideal angepasst. „In meinen ersten Bildern hatten die Engel menschliche Züge, aber mit der Zeit sind sie ihnen immer unähnlicher geworden“, erklärt er. Um diese Ausführungen zu veranschaulichen, greift er auf eine Kindheitserinnerung zurück: „Ich dachte immer, Gott hat einen Bart und sieht alt aus, so wie ein Mann auf einem Bild, das ich gesehen habe, später habe ich erfahren, dass es sich um Karl Marx handelt.“

Die Engel-Bilder sind noch bis Freitag in der Pastorei zu sehen. Schaldach ist unter 04406/927068 zu erreichen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.