Nordenham Gleich zwei Bands der härteren Gangart hatten sich für Sonnabend in der Jahnhalle angekündigt. Wohl dem, der Protektoren für die Ohren mitgenommen hatte. Denn wie bei Heavy-Metal-Konzerten üblich, wurden die Lautstärkeregler bis zum Anschlag hochgedreht.

Den Anfang machten die Mannen von Vandictify, was übersetzt in etwa „rachsüchtig machen“ bedeutet. Ihr gitarrenlastiger Metal der schnellen und lauten Art machte allerdings nicht rachsüchtig. Eher verleitete er die Zuhörer in der Jahnhalle zum Headbangen und dabei die „Pommesgabel“ gen Hallendecke strecken. Zur Erklärung für den Nicht-Metalfachmann: Beim Headbangen wirft man seinen Kopf rhythmisch vor und zurück, so dass die Haare nur so fliegen. Und der Begriff „Pommesgabel“ beschreibt den ausgestreckten Arm, wobei der Zeige- und der kleine Finger, einer „Pommesgabel“ gleich, aus der ansonsten geballten Faust ragen.

2010 gegründet

Vindictify hatten sich im Jahre 2010 gegründet, und die Spielpraxis war ihnen von Beginn an anzusehen und anzuhören. Vom ersten bis zum letzten Song heizten sie den gut 200 Besuchern in der Jahnhalle ein. Matthias Büsing und Sönke Janßen an den Gitarren feuerten Riff um Riff ab, während Maikel Hein am Bass und Uwe Reese am Schlagzeug für den wummernden Rhythmus zuständig waren. Sänger und Frontmann Sven „Kehle“ Kehlenbeck tat sein Übriges dafür, dass der erste Jahnhallenauftritt auch gleich ein ausgezeichneter werden sollte.

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Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Mob Rules. Mit Stücken ihrer neuen CD „Cannibal Nation“ eroberten sie im Nu ihr frenetisch feierndes Publikum. Klaus Dirks, Sänger, Frontmann und Anheizer, hatte von der ersten Sekunde an das Zepter in der Hand. Die wogende Masse applaudierte – Headbanger und „Pommesgabeln“ so weit das Auge reichte.

Mob Rules stammen aus dem Wilhelmshavener Umland, haben aber schon seit Jahren zwei Nordenhamer in ihrer Formation: Sven Lüdke an der Leadgitarre und Jan-Christian Halfbrodt an den Keyboards. Natürlich wurden die beiden Lokalmatadore besonders herzlich begrüßt.

Wehende Haare

Nicht weniger überzeugend waren Nikolas Fritz am Schlagzeug, Matthias Mineur an der zweiten Gitarre und Markus Brinkmann am Bass. Allesamt gestandene Rocker, die ihre langen Haare mit Begeisterung wehen ließen. Drei Stunden harte Metalklänge waren dem noch härter gesottenem Publikum aber nicht genug. Es forderte lautstark Zugaben. Natürlich erfüllten Mob Rules ihnen diesen Wunsch. Und wie wurde der Nachschlag quittiert? Selbstverständlich mit Headbangen und „Pommesgabeln“.

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