WADDENS Die Verwechselungs-Komödie kam etwas langsam in Tritt. Dennoch wurden die Aufführung und der Festball zu einem großen Erfolg.

von jochen Eilers WADDENS - Die rund 140 Besucher im Saal der Waddenser Gaststätte „De Butjenter“ zeigten sich wegen des vielleicht auch etwas zotigen Humors begeistert. Mit der Aufführung ihrer Neuinszenierung „Ein Bratfisch kommt selten allein“ sorgte die Theatergruppe „De Waddenser“ für einen stimmungsvollen Auftakt beim Ball des Klootschießer- und Boßelvereins Waddens.

In der eineinhalbstündigen Komödie wurde den Zuchauern das Schicksal der „Chaosfamilie“ Sauerwein präsentiert. Schon beim morgendlichen Zeitungslesen herrscht explosive Stimmung. Mutter Evelyn (dargestellt von Susanne Hübler) schmerzt der Rücken und sie kann das Rezept für die Massagen nicht finden. Vater Maximilian (Olaf Keiser) streitet sich, weil alle anderen behaupten, er wisse noch nicht einmal wo die Küche ist. Tochter Susi (Bianca Poustourlis) hat die letzte Englischarbeit in den Sand gesetzt und nun droht Ungemach.

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Tante Hildegard (Tineke de Witte) hat sich vor vier Wochen bei ihrer Verwandtschaft einquartiert, weil ihre Nachbarin mit einer Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage gedroht hat. Hildegards Promenadenmischung „Willi“ hatte die reinrassige Stammbaum-Hündin „Dolly“ der Nachbarin geschwängert. Und dann ist da noch Oma Agnes (Renate Hibbeler), die es noch einmal allen beweisen will. Sie will noch einmal in Alaska mit dem Auto den Freeway entlangfahren.

Nun kommen die verschiedenen Bratfischs ins Spiel. Dieser Name kommt in der Ortschaft so oft wie anderenorts Müller oder Meier vor. Jedes einzelne Sauerwein-Familienmitglied macht ohne Wissen der anderen telefonisch Termine mit einem Bratfisch ab: der Vater mit dem Kochlehrer (Thomas Simon), die Mutter mit der Masseuse (Marian Hansing), die Tochter mit dem Englischlehrer (Hans-Georg Schröder) und die Oma mit dem Fahrlehrer (Matthias Keiser). Und wie es kommen muss, gibt es eine heitere Verwechslungsserie.

Der einzige Bratfisch, der die richtige Sauerwein getroffen hat, ist Rechtsanwalt Dr. Hugo Bratfisch (Werner Schröder). Er will jedoch nicht die Klage von Tante Hildegards Nachbarin überreichen. Er hat eine freudige Nachricht, denn Egon, der frühere Liebhaber von Hildegard, ist tot. Hildegard erbt sein ganzes Vermögen – rund drei Millionen. Darauf stoßen Hildegard und der Rechtsanwalt Hugo kräftig mit Cognac an und landen schließlich nebenan im Bett.

Das Stück kam etwas langsam in Tritt. Dass die Topusterin Waltraud Dierks manchmal auch weiterhelfen musste, verziehen die Besucher den Schauspielern. Regie führte Hans-Georg Schröder und für die Maske waren Ina Bruns und Marian Hansing zuständig. Wiederholt wird das Theaterstück am Sonnabend, 25. November, ab 14.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Die Theatergruppe bereitet auch schon wieder einen Dreiakter vor. „Alles bloß Theater“ wird dann im Januar aufgeführt.

Nachdem sich der Vorhang geschlossen hatte, stärkten sich die Besucher am Büfett für eine lange Ballnacht. Für die Musik sorgte „Light & Sound“.

Holger Bruns, Vorsitzender des Klootschießer- und Boßelvereins Waddens, freute sich nicht nur über die vielen Teilnehmer aus dem eigenen Verein. Auch etliche Gäste aus den anderen örtlichen Vereinen feierten mit den Friesensportlern. Ein Auftritt der Tanzgruppe „Late-Night-Dancers“ und eine Tombola mit Fleisch- und Blumenpreise rundeten das Programm des Festballes ab. Dessen Organisatoren hatten dann auch allen Grund, auf den Erfolg ihres Engagements anzustoßen.

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