Schwei /Schweiburg Pastorin Heike Jakubeit hat sich mit einem Strandgottesdienst in Sehestedt von ihren beiden Kirchengemeinden Schwei und Schweiburg verabschiedet (die NWZ  berichtete). „Ich bin gerne hier gewesen“, sagt sie. „Es tut weh zu gehen.“

Bis 2019 in Pretoria

Wie berichtet, wechselt die 47-Jährige am 1. September in die südafrikanische Hauptstadt Pretoria. Dort leitet sie zusammen mit einem weiteren Pfarrer die St.-Peters-Gemeinde, von deren 1500 Mitgliedern 400 Deutsch sprechen. Die Oldenburgische Landeskirche hat sie für sechs Jahre beurlaubt.

Schon als Kind wollte Heike Jakubeit nach Afrika – wohl auch aus Bewunderung für den Pfarrer und Arzt Albert Schweitzer, der 1913 in Lambarene im heutigen Gabun ein Krankenhaus gegründet hatte.

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Stattdessen führte der Lebensweg die gebürtige Cloppenburgerin zunächst zum Studium nach Berlin und Marburg und dann nach Südamerika: in die brasilianischen Städte Sao Leopoldo und Salvador da Bahia. Wegen der damaligen Pastoren-Schwemme fand sie nach dem zweiten theologischen Examen 1998 keine Stelle, bildete sich zur Datenbankprojekteurin fort und arbeitete in Oldenburg zwei Jahre lang in diesem Beruf.

Am 1. Februar 2002 kam sie als Hilfspredigerin nach Schwei, knapp zwei Jahre später wurde sie auf Lebenszeit in den kirchlichen Dienst berufen. Am 1. Februar 2005 wurde sie mit der Verwaltung der Pfarrstelle in Schweiburg beauftragt, womit sie zwei 50-Prozent-Stellen besetzte, die jetzt auch gemeinsam für die Neubesetzung bundesweit ausgeschrieben werden.

Nahe bei den Menschen

In ihren eigenen Augen hat Heike Jakubeit einerseits die Nähe zu den Menschen in ihren Gemeinden gesucht – beispielsweise durch das neue Format „Gemeinschaft geht durch den Magen“ – und andererseits Impulse von außen aufgenommen, etwa durch ihr Engagement für die westafrikanischen Staaten Ghana und Togo. Sie hat Gottesdienste auch außerhalb der Kirchen angeboten – etwa am Strand am Sehestedt oder am Osterfeuer in Schwei.

Hans-Gerd Westerholt, ihr Stellvertreter im Schweier Kirchenrat, würdigt die Renovierung der Kirchenmauer und die Erneuerung der Orgel als Meilensteine ihrer Arbeit, sein Kollege Reinhard Meyer vom Schweiburger Kirchenrat erinnert an die Renovierung der Schweiburger Kirche anlässlich ihres 250-jährigen Bestehens 2012. Seit der Jubiläumsfeier heißt das Gotteshaus St.-Vitus-Kirche. Heike Jakubeit ist wichtig, dass diese Bauarbeiten auch in die Gemeinden hineingewirkt haben, weil sie das Selbstbild stärkten.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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