NORDENHAM Die Theater AG des Gymnasiums studiert ein neues Stück über eine Amok-Tat an einer Schule ein. Es trägt den Titel „Endstation“ und stammt von der Autorin Sabrina Gabler.

Die beiden Hauptfiguren in dem Theaterstück sind Stefan und Kai. Sie sind Außenseiter, die von ihren Mitschülern verachtet und gemobbt werden. Tagtäglich müssen sie körperliche und seelische Gewalt einstecken. Weder die Lehrer noch die längst abgestumpfte Schulpsychologin erkennen ihre Nöte. Und sie übersehen schließlich auch die Vorzeichen der beginnenden Eskalation. Denn Stefan und Kai planen, sich selbst und ihre Peiniger umzubringen. Bei der Siegesfeier der Basketballmannschaft kommt es dann zur Katastrophe.

Aktuelle Themen aufgreifen und Jugendliche ansprechen: Darum geht es dem Studiendirektor und Leiter der Theater-AG, Hartmut Neumann, bei der Auswahl der Stücke. „Mobbing ist ein Thema, das auch bei uns nicht unbekannt ist. Es ist wichtig, das zu zeigen“, sagt er. Diese Haltung war für die Theater AG jedoch nicht selbstverständlich, sondern ist erst nach längeren Diskussionen entstanden.

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Als im März Tim K. in Winnenden Amok lief, waren die Theater-Proben schon längst in vollem Gang. Vor allem die älteren Schüler hatten Bedenken, das Stück wie geplant aufzuführen. Sorgen bereitete ihnen der Gedanke, wie die Darstellung bei den Zuschauern ankommt. Keinesfalls sollte das Thema missverstanden werden, indem das Handeln der Täter nachvollziehbar gemacht oder gar verherrlicht wird.

Ihnen als Darstellern gehe es darum, eine von vielen möglichen Entwicklungen aufzuzeigen, erläutert der Zwölftklässler Moritz Becker, der einen der Amokläufer spielt. Eine Entwicklung, die in diesem Fall leider zur Eskalation führt. Bei den Zuschauern soll dabei nicht der Eindruck erweckt werden, dass hinter der Amok-Tat eine Zwangsläufigkeit steckt. „Dadurch ist es sehr anspruchsvoll, das Stück zu spielen“, betont Moritz Becker. Mittlerweile sind die Mitglieder der Theater-AG überzeugt, dass die Aufführung dabei helfen kann, Schüler, Lehrer und Eltern für das Thema zu sensibilisieren.

Weitere Darsteller im Theaterstück sind Maren Baars, Selina Block, Julian Cekici, Svenja Diekmann, Anastasija Felko, Kai-Philip Fuhrmann, Wendy Hardt, Rabea Hein, Jan Kampen, Eva Langreder, Nina Reck, Jessica Malin Rühmann, Julia Schubert, Peer Seltmann und Freyja Steinke.

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