Brake Mit einem Klassiker die neue Spielzeit 206/2017 bei der Niederdeutschen Bühne Brake (NDB) eröffnen, reicht Markus Weise nicht. Der Regisseur, der für die NDB schon das Dschungelbuch inszenierte, versetzt „Un baven wohnen Engel“ in die heutige Zeit und führt sogar eine neue Szene ein.

„Un baven wohnen Engel“, eine Komödie von Jens Exler, gehört zu den klassischen Stücken an Niederdeutschen Bühnen. Die Braker spielten das Stück schon 1963, zwei Jahre zuvor feierte es beim Ohnsorg-Theater Premiere. „Markus Weise hat das Stück aber ordentlich entstaubt“, erklärt Manuela Schöler von der Braker Bühne. „Er hat es aufgepeppt und mit modernen Elementen versehen.“

Das Stück handelt von den beiden ältlichen Schwestern Helene und Elvira Engel, die sich entgegen ihres Nachnamens aber keineswegs himmlisch verhalten. Helene, gespielt von Dagmar Heeren-Schenk, unterjocht nicht nur ihre Schwester Elvira (Ute Haar), sondern terrorisiert auch die ein Stockwerk weiter unten wohnenden Nachbarn, weil sie deren Wohnung haben möchte.

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„Die Geschichte ist schnell erzählt, deswegen legen wir besonderen Wert auf die Charaktere“, erklärt Markus Weise. Neben den Engels, gibt es hier noch die Engel-Nichte Katja, gespielt von der 15-jährigen Mette Koehlken, sowie die Tochter des Nachbarn Schlüter (Jann Blohm), Karen (Alina Wieting). Im Original-Stück ist die Nichte ein Neffe, der eine Beziehung mit der Nachbarstochter eingeht. „Wir konnten keinen jungen Mann für die Rolle finden“, erklärt Weise. Aus der Not eine Tugend machend, wurde aus dem Neffen eine Nichte – aber die Beziehung bleibt. „Wir haben jetzt halt ein gleichgeschlechtliches Paar.“

Aber nicht nur das: Das Stück beginnt mit einer neuen Szene: „Wir zeigen die Engels als Kinder in den 60er Jahren, quasi als Vorspann“, um dann das Stück in die heutige Zeit zu transportieren, erklärt Markus Weise. Eine Transition, die aus einem ganz einfachen Grund nötig ist: „Alte Stücke leben vom Wiedererkennungswert.“ Personen und Situationen sind dem Lebensalltag der Zuschauer entnommen. „Mit geklauten Briketts können junge Menschen aber nichts mehr anfangen“, so Markus Weise, der eben auch junge Zuschauer begeistern möchte. „Deswegen mussten wir schon einige Anpassungen vornehmen.“

Premiere feiert das Stück am Freitag, 7. Oktober, um 19 Uhr im BBZ-Forum. Bis dahin wird noch fleißig geprobt. „Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte der Proben absolviert“, erklärt Manuela Schöler.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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