Elsfleth „Ein höchst vergnüglicher Lyrikabend“ – unter diesem Motto wurde am Freitagabend im Elsflether Heye-Saal der trübe Novembermonat mit einem Lächeln verabschiedet. Anna Sophie Weinert, geboren im holsteinischen Wedel, stellte an diesem Abend erstmals eine ganz neue Facette ihrer Persönlichkeit vor. Ihre Freunde und Wegbegleiter kennen sie als ausgebildete Malerin, Gestalttherapeutin und als Autorin der Bücher „Schuld ohne Strafe“ und „Logik des Freiseins“. Eine weitere und bisher listig verborgene Leidenschaft der Künstlerin ist die Lyrik: kleine Zwei- und Vierzeiler, Gedankensplitter, kurze Prosatexte und Aphorismen, die an Georg Christoph Lichtenberg oder Robert Gernhardt erinnern. Das Publikum lauschte gerne den Dingen des Lebens, hörte Liebevolles und Liebestolles, Seichtes, Leichtes, Schweres, Skurriles und noch viel mehr. Im ansprechend ausgestatteten Heye-Saal wurden den Besuchern auf zwei Tischen auch ihre Bücher und CDs sowie an den Wänden ihre Gemälde vorgestellt.

In der Sparte „liebevoll“ begann Anna Sophie Weinert ihre Lesung mit einem Kuss: „…der landete im Grübchen am Kinn – da wollte er eigentlich gar nicht hin!“ Auch zu den, im Sommer „frühaufstehenden Fliegen“, lästig und nicht abzuschütteln wie kleine Kinder, hat sie sich Gedanken gemacht: „Sie warten auf ein Lächeln und kriegen es nicht!“

Die dunklen Seiten ihres Lebens hütet und versteckt Anna Sophie Weinert wie kostbare Preziosen in einem verschlossenen Schrank, dort fristen Neid und Habgier, Hass, Mordlust, Eifersucht und Hinterlist ein chancenloses Dasein – der Gegenpart, das „Lächeln“ ist ihre Offenbarung. Großherzigen Menschen, insbesondere ihren Freundinnen Heidrun und Andrea, empfiehlt die Lyrikerin gesund zu bleiben, dass spare am Ende jedes EKG. Erinnerungen an Aufenthalte auf der Insel Rømø, im finnischen Lappland – das waren für Anna Sophie Weinert stets Inspirationen, ihre Erinnerungen in Geschichten und Versen festzuhalten.

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In der Sparte „Makabres und Bösartiges“ gelingt es der Elsfletherin, sogar dem Kannibalismus eine ironisch-heitere Seite abzugewinnen. Und einer selbsterfahrenen medizinischen Behandlung – schmerzhaft für Patientin und tödlich für die „Therapeuten“ – widmete die Künstlerin den todtraurigen „Beerdigungsblues für zwei Blutegel“.

Ihren Ideen und Gedanken, seien sie nun trivial oder philosophisch, ernst oder heiter, Anna Sophie Weinert gibt allen ihren eigenen Raum und ihren Rahmen. Dort leben sie aber nicht isoliert in Schubladen vor sich hin, sie öffnen Türen, begegnen sich, tauschen sich aus – und so entstehen viele kleine neue Gedanken, die die Künstlerin wiederum zu ihrer ganz eigenen und niemals stromlinienförmigen Sicht auf die Dinge inspirieren. Anna Sophie Weinert augenzwinkernd an schriftstellerische Kollegen, die sich schreibend und reimend auf die Sonnenseite des Lebens quälen: „Ein Dichter ist auch nicht dichter, als alle anderen!“

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