Elsfleth Mit einem rockigen Kracher stieg der Elsflether Kulturverein am Freitagabend in sein Programm 2020 ein: Zum zweiten Mal zu Gast im Heye-Saal war „Triple B“ mit Hits und Songs, die gefühlt bis nach Berne und Brake zu hören waren.

Besucher, die sich bereits vor vier Jahren beim ersten Konzert der Formation die Hände wund geklatscht hatten, wussten, was ihnen bevorsteht. Jochen Wessels gab mit Nirwana-Songs die Richtung an: „Ihr seid schließlich nicht zum Spaß hier!“

Das galt aber auch für das Trio. Mit dreißig anspruchsvollen, mal rockigen, mal gefühlvollen Hits über zwei Stunden ein Publikum aller Generationen in einen emotionellen Ausnahmezustand zu versetzen, das war fast wie ein „Highway to Hell“. Janina Mikeska, Jochen Wessels und Bernd Bielefeld haben diesen Weg gemeistert; über „Empty Rooms“, wie Gary Moore sie beklagte, musste sich die Band keinen Kopf machen, der Heye-Saal war rappelvoll.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Es wäre müßig, alle 30 Hits der Reihe nach aufzulisten, aber „Triple B“ ließ den Saal auf großer Flamme kochen.

2018 rührten Lady Gaga und Bradley Cooper mit dem Song „Shallow“ bei der Oscar-Verleihung die Gäste zu Tränen – auch Jochen Wessels und Janina Mikeska hatten keine Mühe, den Gänsehautfaktor zu beschwören.

Und was passiert, wenn die blonde Rockröhre von der Leine gelassen wird? Dann sind die Fußstapfen der legendären Janis Joplin für Sängerin Janina maßgeschneidert – und ihre Version von „Bobby McGee“ ist hinreißend wie das Original. Zum Mitsingen gab es „Time after Time“ und beim Song „Fernweh“ der Band „Ohrenfeindt“ möchte man glatt den Vollmond anheulen.

Nach einer ganzen Kette fetziger Rocksongs hatten sich Band und Publikum eine Erholung und ein bisschen Herzschmerz verdient.

Das gelang mit dem Traum aller Schwiegermütter: mit Ronan Keating und seinem Hit „When you say nothing“ und dem Dauerlutscher „Time of my Life“ aus dem Film „Dirty Dancing“. Das Publikum mutierte genussvoll – auch ohne Hebefigur – zu einer einzigen, großen „Kellerman-Familie“.

Dann hieß es ganz schnell wieder: Keine Müdigkeit vorschützen, schließlich hatte jeder an diesem Abend gefühlt die Rocker-Lederjacke an. Und die passte perfekt zu Tina Turner, Rihanna, Manfred Mann und Billy Idol, zu AC/DC und Chaka Khan und natürlich zu Jochens Lieblingsband „Pretty Reckless“.

Und schließlich gab „Triple B“ bei der letzten Zugabe einem vielversprechenden Nachwuchstalent eine Chance: Michelle Wagenaar aus Elsfleth überzeugte – assistiert von „Triple B“ – mit „If I lay here“ von Snow Patrol.

Der Rest vom Rockfest: Beifall ohne Ende, eine glückliche Band und ein ziemlich geschafftes Publikum – so kann das Kulturprogramm weiter gehen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.