Elsfleth Was für eine fröhliche Zeit an einem trüb-verregneten Septembernachmittag: im „Erzählcafé“ im Heye-Saal wurde nicht nur erzählt, sondern auch nach Herzenslust gesungen. Für diese tolle Stimmung unter den rund dreißig Besuchern sorgte der Elsflether Günther Suhr, er ist auch Sänger im Elsflether Visurgen-Shantychor. Unter dem Motto „Musik verbindet“ hatten die Organisatorin Rita Städtler und ihr Team eingeladen – ein Motto, wie es stimmiger nicht sein konnte.

Günther Suhr erzählte, wie er in jungen Jahren zum Musizieren gekommen war. Sein Anliegen brachte der Elsflether gleich musikalisch mit Gitarrenbegleitung vor: „Ich sitz hier mit Gitarre und möchte euch erfreu’n mit Liedern aus der alten Zeit“. Diese Lieder – oder vielmehr Schlager und Oldies – aus den 50er- und 60er- und frühen 70er-Jahren waren jedem bekannt, ob Hank Williams „Jambalaya“, Bruce Lows „Das alte Haus von Rocky Docky“ oder Billy Joe Spears „Blanket on the ground“ – zuerst wippten nur die Füße mit, dann wurde mitgesummt und schließlich vereinigten sich Solist und Zuhörer zu einem großen Chor. Nur bei Truck Stops Song, der sich zu Beginn der Gurtpflicht der Frau widmete, die beim Autofahren keine Klamotten, sondern nur den Gurt trug, mussten die Besucher passen. Für diesen Song brauchte es eine ganz flinke Zunge – und die hatte nur Günther Suhr.

Ende der 60er-Jahre hatte Günther Suhr das texanische El Paso besucht. Auf einer Stippvisite ins nahe Mexiko kaufte er sich eine alte Gitarre für zehn Dollar, ließ sich drei Akkorde von einem Bundeswehrkameraden zeigen und schon wurden alle Glückshormone motiviert. Zur Gitarre oder Banjo singen war fortan sein liebsten Hobby.

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Motiviert fühlte man sich auch im „Erzählcafé“. Mit Rhythmusinstrumenten ging die musikalische Mitmachaktion in die nächste Runde. Eine Besucherin übte sich erstmals rhythmisch an der Cajon. Weiter kam bei Suhr eine Kazoo zum Einsatz. Der Quäkton erinnerte stark an ein verschnupftes Saxophon und erzeugte ungebremste Heiterkeit.

Ob Rocco Granatas „Marina“, ob Cliff Richards „Rote Lippen soll man küssen“, ob Achim Reichels Südseeparadies, das der Sänger frech in Sansibar vor der afrikanischen Ostküste ortete und zum Hit „Aloha Heja“ führte, oder Drafi Deutschers „Weine nicht, wenn der Regen fällt“ – Musik und gemeinsames Singen verbindet, daran gab es an diesem fröhlichen Nachmittag keinen Zweifel.

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