Elsfleth Dieses Instrument hat viele Namen: Akkordeon oder Schifferklavier, Ziehharmonika oder Quetschkommode. „In den osteuropäischen Länder nannte man es sogar Lenin-Raupe“.

Die Frau, die das in der St.-Nicolai-Kirche schmunzelnd verrät, weiß, wovon sie spricht. Die Akkordeon-Virtuosin Bettina Born ist gebürtig aus Jena. „Musette adrett“ hat sie ihr Repertoire mit Eigenkompositionen betitelt.

Neben ihren Valse-Musette-Stücken sind auch Tangos im argentinischen Stil des legendären Astor Piazolla Interpretationen sowohl der Lebensfreude als auch der Melancholie und der Herzschmerzes.

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Die kleinen Dinge des Alltags, die Freude, aber auch die Widrigkeiten transponiert Bettina Born auf ihrem italienischen Bugari-Akkordeon – eine Maßarbeit mit perlmuttschimmernden Tasten und einem ganz eigenwilligen Klang – in Melodien.

Charmant und unprätentiös erläutert sie die Titel ihrer Stücke, temperamentvoll und mit dynamisch tanzenden Fingern zaubert sie Klänge: den Valse Musette im dreiviertel Takt, den Tango und die Milonga .

Auch die Mondfinsternis hat sie zu einem Tango inspiriert: „Obwohl der rote Mond wolkenverhangen in Jena leider nicht zu sehen war“. Der Titel ist dennoch eine Anspielung auf ihre Heimatstadt – „Luna Llena“ (Vollmond) klingt wie Luna Jena.

„Vent d’ été : mit rauschendem Balg zaubert die Künstlerin die Illusion eines lauen Sommerwinds – dafür gibt es vom Publikum begeisterten Applaus. Dramatische Sequenzen untermalen eine imaginäre Verfolgungsjagd in der „Krimi-Nacht“ und wer den Tönen des Walzers „Bis ans andere Ende der Spree“ lauscht, fühlt sich dem Eiffelturm und dem Montmartre näher als der Spree.

„Parléz vous francais?“ nennt sie ihre Lieblingsmusette. Man muss der französischen Sprache nicht mächtig sein, diese Musik spricht für sich selber und wenn Bettina Born musikalisch Lackaffen und Modepuppen (Shusheta) mit einem Augenzwinkern auf die Schippe nimmt, lernen auch Nicht-Kenner des argentinischen Tangos diesen Musikstil lieben.

Am Ende langer Applaus, ohne Zugaben lässt man die sympathische Künstlerin nicht gehen.

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