Einswarden /Rodenkirchen Die katholische Kirchengemeinde St. Willehad Nordenham, zu der Butjadingen, Nordenham und Rodenkirchen gehören, nimmt Ende dieses Monats November Abschied von ihrer Herz-Jesu-Kirche in Einswarden. Das Gotteshaus wird während eines festlichen Gottesdienstes entweiht (profaniert). Damit wird der Weg frei für eine neue Nutzung durch die Kirchengemeinde oder einen eventuellen Verkauf.

Die Einswarder katholische Kirche ist bereits seit Januar 2015 geschlossen. Die Katholiken aus dem Stadtnorden besuchen seither die Gottesdienste in der St.-Willehad-Kirche in der Innenstadt. Auch das angebaute baufällige Einswarder Pfarrhaus wird seit einigen Jahren nicht mehr genutzt.

Der Gottesdienst zur Profanierung findet am Donnerstag, 28. November, in der Einswarder Kirche statt und beginnt um 18 Uhr. In einer festlichen Messe will die Gemeinde danken für diesen Ort des Gebetes und die vielen Menschen, die hier ihren Glauben geteilt haben.

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Weihbischof Wilfried Theising aus Vechta hat dem Pfarrer der Willehad-Gemeinde, Karl Jasbinschek, den Auftrag erteilt, die Messe zu feiern und die Profanierung vorzunehmen.

Die Entweihung war bereits im Frühjahr angekündigt worden. In der Gemeindeversammlung im November vergangenen Jahres und auch während der Visitation von Weihbischof Wilfried Theising im Januar dieses Jahres in Nordenham, Butjadingen und Rodenkirchen war darüber gesprochen worden. Daraufhin hatte der für Finanzfragen und Gebäude zuständige Kirchenausschuss der katholischen Gemeinde beschlossen, dass die bereits seit Januar 2015 geschlossene Einswarder Kirche noch in diesem Jahr profaniert wird.

Der Termin steht nun also fest. Offen ist aber immer noch, was aus den Gebäuden wird. Dazu gehört neben der Kirche und dem Pfarrhaus auch das Gemeindehaus „Witten-Huus“.

Laut Pfarrer Karl Jasbinschek werden die Gebäude „bis auf Weiteres“ leer stehen. Berücksichtigt werden müsse für künftige Nutzungen auch der Denkmalschutz.

Die 1928 geweihte Kirche steht als Gebäude unter Denkmalschutz. Falls keine andere Lösung gefunden wird, könnte auch ein Verkauf in Frage kommen.

Bereits zum Verkauf auf dem Immobilienmarkt freigegeben sind die ehemalige St.-Josef-Kirche in Rodenkirchen und das dortige Hausmeister- und Küsterhaus sowie das Gemeindehaus.

Der Versuch, diese Immobilien in nicht kirchliche Nutzungen zu überführen, war zuvor gescheitert. Drei Interessenten hatten mit der Kirchengemeinde Gespräche geführt. Nun soll die Immobilienabteilung einer Bank die drei auf einem Grundstück liegenden Gebäude als Ganzes vermarkten.

Die St.-Josef-Kirche in Rodenkirchen war bereits am 31. März dieses Jahres geschlossen und profaniert – also entweiht – worden.

Zuletzt waren nur noch drei bis fünf Gottesdienstbesucher in Rodenkirchen. Einvernehmlich mit ihnen hat Pfarrer Karl Jasbinschek bereits seit Anfang dieses Jahres keinen Gottesdienst mehr in dieser Kirche, sondern stattdessen im Wohn- und Pflegezentrum „Friesenhof“ in Rodenkirchen gefeiert.

Bei Beerdigungen und Hochzeiten in Rodenkirchen können Katholiken die evangelische St.-Matthäus-Kirche nutzen.

Zudem hat die Gemeinde für Katholiken in Rodenkirchen, Schwei und Umgebung einen Shuttle-Dienst zu den Sonntagsgottesdiensten in Nordenham eingerichtet.

Nach der Schließung und Profanierung in Rodenkirchen und Einswarden behält die katholische Kirchengemeinde St. Willehad noch diese drei Gotteshäuser: St. Willehad-Kirche in Nordenham, Herz-Mariä-Kirche in Burhave und katholisches Kommunikationszentrum „Oase“ an der Strandallee in Tossens.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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