ATENS Gefühlte 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit herrschten am Wochenende in der Stadthalle Friedeburg – optimale Lebensbedingungen für Leguane und Salamander, Schlangen und Skorpione sowie Schildkröten und Spinnen. Die über 200 Tiere aus vielen Teilen der Welt waren in größeren und kleineren Terrarien untergebracht. Für Schildkröten gab es ein Freigehege.

Reptilien hautnah

Durch Guckfenster in den Boxen konnten die Besucher die unterschiedlichen Arten beobachten. Auf kleinen Tafeln wurden die Betrachter außerdem mit den wichtigsten Informationen über Größe, Gewicht, Nahrung und Verbreitungsgebiet der jeweiligen Tiere informiert. Wer wollte, konnte sogar hautnah mit den Reptilien in Kontakt treten. „Wer möchte, kann sich eine Schlange umlegen lassen oder einen Leguan anfassen“, sagte ein Tierpfleger. Pascal Langbein wartete nicht lange. Mutig ließ sich der Elfjährige sogar einen 2,50 Meter langen Tigerpython um den Hals hängen. „Das war ganz schön aufregend“, sagte er hinterher. Die Schlange habe sich wie Gummi angefühlt.

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Das außergewöhnlichste Tier der Reptilienschau war ein etwa 1,50 Meter langer Nashornleguan. Das Tier ist vor allem in der Karibik verbreitet und wiegt zwischen sechs und acht Kilogramm. In einem großen Terrarium hatte es sich der Leguan in Nordenham gemütlich gemacht. Von den vielen Beobachtern ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Spornschildkröten waren etwas reger. Sie bewegten sich in ihrem Gehege langsam, aber stetig und ließen sich bereitwillig von den Besuchern ablichten. Großen Anklang fanden auch die verschiedenen Spinnen, Käfer, Skorpione und Echsen. Die zumeist jungen Besucher standen meist ganz dicht an den Scheiben der Boxen und beobachteten die Tiere.

„Es ist toll, dass so etwas in Nordenham einmal geboten wird. Diese Tiere kennt man ja nur aus Büchern“, sagte Tanja Fuhrmann, während ihr Sohn Maarten Matthis (3) gespannt die Schildkröten beobachtete. Auch für Jan Drexhage (7) war die Reptilienschau etwas Besonderes: „Es macht viel Spaß, die Tiere zu beobachten. Manche sind so winzig und andere ändern ihre Farbe. Das ist ziemlich interessant.“ Und wer die Tiere auch zu Hause weiter um sich haben wollte, der konnte sich mit verblüffend echt aussehenden Spielzeugreptilien aus Gummi eindecken.

Mit Resonanz zufrieden

Tierpfleger Thomas Marts war mit der Resonanz zufrieden. „Es hätten zwar einige Besucher mehr sein können“, sagte er gegenüber der NWZ. Aber dennoch komme er gerne wieder nach Nordenham, wenn es passe. Bereits seit vergangenem September touren die Familien Marts, Sperlich und Hein mit ihrer Reptilien-Ausstellung durch Deutschland. Sie gestierten erstmals in Nordenham.

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