NORDENHAM Rund 150 Besucher erlebten einen tollen Konzertabend. Der ausgezeichnete Gitarrist Jens Filser begleitete die charismatische Sängerin.

von kilian wegner NORDENHAM - Während es in der Musikszene heutzutage den Trend zu immer aufwändigeren Produktionen mit Orchestern und komplizierter Bühnenshow gibt, lässt sich spätestens seit dem Start der erfolgreichen „Unplugged“-Serie des Musiksenders MTV eine Gegenbewegung feststellen: Die Besinnung auf das Wesentliche. Entsprechend wartete auf die gut 150 Besucher in der Jahnhalle am Freitagabend nichts weiter als ein Duo aus einer Sängerin und einem Gitarristen. Doch das hatte es in sich, denn niemand Geringeres als Anne Haigis und ihr Gitarrist Jens Filser hatten in das Kulturzentrum eingeladen, um alte und neue Songs aus der bewegten Schaffensgeschichte der Wahlkölnerin zu präsentieren.

Stilistisch lässt sich Anne Haigis in keine Schublade stecken: Während ihrer Zusammenarbeit mit der Jazzlegende Wolfgang Dauner und dem „United Jazz Rock“-Ensemble galt sie als Hoffnung der deutschen Jazz-Szene. In den 80ern war Anne Haigis mit ihren anspruchsvollen deutschsprachigen Poprocksongs („Nacht aus Glas“) mindestens ebenso erfolgreich. Später stand sie mit Größen der internationalen Musikszenen wie Eric Burton oder Nils Lofgren auf der Bühne.

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Ob Blues, Rock, Jazz oder Folk: Anne Haigis' Songs haben stets eine gehörige Portion Seele und wirken nie gekünstelt. Die berührende Intensität ihrer ebenso rauen wie glasklaren Stimme zusammen mit dem virtuosen Klangteppich des brillanten Gitarristen Jens Filser schnüren ein eindrucksvolles Kraftpaket, das das Publikum in den Bann zieht.

Rockig, stimmgewaltig, souverän: Weit über 20 Jahre Bühnenerfahrung lasen sich nicht verleugnen. Die charismatische Anekdoten-Erzählerin Anne Haigis schaffte es schnell, die Distanz zum Publikum zu überwinden, und wurde mit reichlich Beifall bedacht.

Im Zugabenblock lockerte das Duo sein Programm noch mit einigen Perlen der internationalen Songwriting-Szene auf, zum Beispiel mit dem erfolgreichen Titel „One of Us“ von Joan Osborne. Danach verabschiedete Anne Haigis und Jens Filser sich, zum Glück jedoch nur „bis zum nächsten Mal“. Und das sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, denn Anne Haigis ist ein Muss für Musikfreunde aller Genres.

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