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Atens 500 Euro hat Manfred Neumann für seinen Sekretär bekommen. Aber der Erlös war nur Nebensache. Viel wichtiger waren ihm die TV-Erfahrung und der Spaß, den er hatte. Manfred Neumann hat das massive Möbelstück verkauft. Nicht irgendwo, sondern in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“.

In der Trödel-Show, die vom Fernsehkoch Horst Lichter moderiert wird, kann im Prinzip jedermann seine „Schätze“ von Experten begutachten lassen und anschließend einem ausgewählten Kreis von Händlern anbieten. Der Atenser hatte sich für die Show beworben und bekam Anfang des Jahres die Zusage. Also lud er das massive, etwa 100 Kilo schwere Möbelstück jetzt in seinen Anhänger und machte sich auf den Weg nach Köln, wo die Sendung aufgezeichnet wurde.

Der Sekretär war dem Rentner vor einigen Jahren aufgefallen. Er entdeckte ihn im Schaufenster eines Antiquitätengeschäfts in Atens. „Ich bin dort immer spaziergegangen. Je öfter ich den Sekretär gesehen hatte, desto stärker wurde das Gefühl, dass ich ihn haben muss.“ Manfred Neumann stellte sich vor, dass der Sekretär das i-Tüpfelchen für seinen Wintergarten ist, dass dieses eine Möbelstück – und kein anderes – die Einrichtung perfekt ergänzt.

Aber manchmal kommt es eben anders, als man denkt. Der Sekretär stand zwar eine Weile im Wintergarten, aber so richtig gut machte er sich dort nicht. So wurde das Möbelstück schon bald ins ehemalige Kinderzimmer verfrachtet. Und das wurde dann im Laufe der Jahre immer voller. Irgendwann entschied Manfred Neumann: Der Sekretär muss weg.

Der 65-Jährige wusste nicht viel über das gute Stück, als er es vor dem Fernsehstudio in Köln aus seinem Anhänger lud. Von einem Gutachter erfuhr er, dass der Sekretär zwischen 1870 und 1890 gebaut wurde, vermutlich im süddeutschen Raum. Dafür spreche die Verwendung von Nussbaum. Der Experte bescheinigte dem Möbelstück zwar einen Top-Zustand, allerdings erfuhr Manfred Neumann auch, dass der Markt dafür zurzeit ziemlich im Keller ist.

Und das bestätigte sich beim Feilschen mit den Händlern im TV-Studio. Immerhin gab’s noch 500 Euro. Das ist zwar deutlich weniger, als Manfred Neumann vor einigen Jahren bezahlt hatte, aber das war dem Nordenhamer egal. „Ich wollte einfach mal dabei sein. Das war für mich der Reiz.“

Über den Moderator Horst Lichter sagt Manfred Neumann: „Der ist genauso, wie er im Fernsehen rüberkommt, eine echte Frohnatur.“ Die Sendung mit dem Nordenhamer soll irgendwann im September ausgestrahlt werden. Wann genau, das weiß Manfred Neumann noch nicht. Aber er ist natürlich gespannt auf diese Folge von „Bares für Rares“ – vor allem auf die Szene, in der er interviewt wurde. „Das war ziemlich anstrengend. Gefühlt haben wir das 50-mal wiederholt.“ Zum Schluss fühlte sich der Rentner ein wenig an den alten Loriot-Sketch erinnert, in dem ein Mann erklären muss, was er mit seinem Lottogewinnen anstellen will und sich dabei ständig verhaspelt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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