Eckfleth Aron Endlich (Tim Speckels) will vom Leben in die Endlichkeit und das hat seinen Grund: sein Weib ist weg, sein Job ist weg und die Wohnung ebenfalls. Warum das so ist, ist bei der Premiere der Moordüvels im Eckflether Kroog nicht die Kardinalsfrage. Wichtig ist, dass Aron nach Tagen des Alkoholkonsums die Todessehnsucht plagt – aber selbst zum Suizid ist der Aron zu blöd. Im Internet stößt er auf eine Agentur, deren Agent Pierre Eeundföfftig (Dirk Bremer) ihm einen Überraschungstod zum Preis von 3000 Euro offeriert.

Dass die Moordüvels mit ihrer plattdeutschen Komödie „Sexappeal und Mangoschnaps“ von Bernd Spehling (plattdeutsch Benita Brunnert) auch einen heftigen Anschlag auf die Zwerchfelle und Lachmuskeln ihres Publikums ins Visier genommen haben, wird sich im Laufe der drei Akte bewahrheiten. Die Truppe spielt so entfesselt und mit Witz und Hingabe, dass der berühmte Funke schon in den ersten Minuten überspringt.

Das beginnt schon mit der Überraschungspolonäse einmal quer durch den Saal. Tanja (Franziska Onken), Arons Ex, führt die Polonaise an.

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Diese ungebremste Heiterkeit ist natürlich nicht im Sinne des Todgeweihten, hat er doch gerade seine Überbleibsel – Seele, Fußnägel, Kniescheiben und sein gesamtes Wissen – nach Indien verkauft als Schnäppchen zum Sonderpreis. Mit indischem Mangoschnaps und Beruhigungstabletten (für Kampfhunde) erwartet Aron den Todesengel. Während Nachbar Fiete (Leon Krüger) mit seiner Geburtstagsgang durch Arons Wohnzimmer brettert, stellt sich Aron die Frage: „Könnte einer der Gäste der Killer sein? Vielleicht der rotgewandete „Inder“ (Dirk Bremers Zweitrolle)? Oder ist es Mike Surprime (Torsten Wester), das geschwätzige Howard-Carpendale-Double und Gewinner eines Talentfestivals?

Dieser Traum aller Frauen zwischen 19 und 90 hat eine hölzerne Kiste mitgebracht, und als ein besonderes Stichwort fällt, huppt ne seute Deern ut de Kist`: Stripperin Bernadette (Diana Krampert) garantiert „good vibrations“ und „Sexappeal“ – aber nur gucken, Anfassen ist nicht.

Für weitere atmosphärische Störungen sorgt die Telekomtante Hiltrud (Maike Schröder). Und was ist eigentlich mit Polizistin Klöpenröder (Britta Wiards) und dem dösigen Schutzmann Grasmeda (Tobias Speckels), die verkörpern doch eigentlich Recht und Gesetz?

Wie auch immer, ob Aron in die Kiste muss, wer ihn ins Jenseits befördert oder auch nicht, das sollte – mit Rücksicht auf die Folgeaufführungen – nicht verraten werden. Es darf aber verraten werden, dass das Publikum nach zwei Stunden Zwerchfellattacken bis zur Erschöpfung applaudiert – überlebt haben sie es alle!

Die weiteren Aufführungen: 18., 21., 22., 27., 28., und 29. Februar jeweils um 19.30 Uhr und am 23. Februar um 15 Uhr. Traditionell wird abends ein Büfett und nachmittags Kaffee und Kuchen angeboten. Eintrittskarten (8 Euro) gibt es im Eckflether Kroog (Eckfleth 31).

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