Düke /Wesermarsch Um auch für jüngere Generationen attraktiv zu bleiben, müssen sich Vereine heutzutage etwas einfallen lassen. Der Kreislandfrauenverband hat seit knapp einem Jahr eine Gruppe, die speziell auf die Interessen der 25- bis 40-jährigen Frauen im Landkreis eingeht: Die Jungen Landfrauen. Das Konzept geht offenbar auf. Denn gerade haben die Jungen Landfrauen ihr 50. Mitglied begrüßt: Patricia Jaeschke.

Die 28-Jährige wohnt in Düke. Ursprünglich stammt sie aus Bad Zwischenahn. Vor etwa fünf Jahren zog sie nach Butjadingen. Den Landfrauenverein Butjadingen kennt sie durch die Mutter ihres Freundes, die dort Mitglied ist.

Auftritt bei Feier

Patricia Jaeschke arbeitet als Groß- und Einzelhandelskauffrau in Oldenburg. Nebenberuflich ist sie Sängerin, hat Auftritte bei Hochzeiten und anderen Veranstaltungen. Ende Oktober trat sie auch bei der Feier zum 70-jährigen Bestehen des Landfrauenvereins Butjadingen auf. Von dem freundschaftlichen Miteinander der Frauen, war sie sofort begeistert. „Es war toll. Jeder kennt jeden, das fand ich irgendwie schön“, erzählt sie. Als die Kreisvorsitzende Ute Cornelius sie dann fragte, ob sie den Jungen Landfrauen beitreten wolle, stimmte Patricia Jaeschke zu. „Ich finde es toll, wenn man auch einmal über den Tellerrand des eigenen Freundeskreises hinaus blickt. Man lernt neue Leute kennen und die Angebote der Landfrauen gefallen mir“, sagt sie.

Die Jungen Landfrauen gehören zum Kreislandfrauenverband. Die Gruppe organisiert Veranstaltungen im gesamten Landkreis. Sie ist nicht in einzelne Ortsvereine unterteilt. Mit ihrem Programm wollen sie gezielt jüngere Frauen von 25 bis 40 Jahren ansprechen. „Natürlich dürfen auch Frauen unter 25 oder ältere Frauen mitmachen“, sagt Sandra Honegger, die ebenfalls Mitglied der Jungen Landfrauen ist.

Gruppen bilden Symbiose

Um den Jungen Landfrauen beizutreten, müssen Interessierte Mitglied in einem der Ortsvereine der Landfrauen werden. So bilden die Ortsvereine und die Jungen Landfrauen eine Art Symbiose, sagt Sandra Honegger. „Die Gruppen leben von einander. Wir sind der Nachwuchs“, sagt die 26-Jährige.

Die Interessen der Gruppen überschneiden sich teilweise. „Wir hatten eine Veranstaltung zum Thema Wildkräuter. Die hat es bei den Butjadinger Landfrauen auch schon mal gegeben“, nennt Sandra Honegger ein Beispiel. Manchmal referiere auch eine Landfrau aus einem der Ortsvereine bei den Jungen Landfrauen. Wie bei einem der jüngsten Workshops zum Thema „Kränze binden“. „Das können wir heute ja gar nicht mehr“, gesteht Patricia Jaeschke.

Sandra Honegger stammt ursprünglich aus der Schweiz. Sie kam vor rund eineinhalb Jahren nach Butjadingen. Sie gehört zu den ersten Mitgliedern der Jungen Landfrauen und ist Teil des Organisationsteams der Gruppe. Denn anders als die Ortsvereine, haben die Jungen Landfrauen keinen Vorstand und keine Ämter. „Wir haben ganz flache Hierarchien“, sagt Sandra Honegger.

Das derzeit sechsköpfige Organisationsteam stellt das Programm zusammen und organisiert die Veranstaltungen. Einmal monatlich treffen sich die Jungen Landfrauen. Die Termine sind bewusst auf die Abende gelegt, „weil viele auch berufstätig sind“, erzählt Sandra Honegger. Wenn sich Mitglieder nur kurzzeitig im Organisationsteam einbringen wollen, sind sie willkommen. „Wenn jemand außerhalb des Teams eine Veranstaltung organisieren möchte, dann geht das natürlich“, sagt Sandra Honneger.

Die Veranstaltungen der Landfrauenvereine sind immer auch für Gäste offen. Viele der neuen Mitglieder haben erst an den Angeboten teilgenommen und sind so zum Verein gekommen, erzählt Sandra Honegger. Und ganz wichtig: Die Frauen müssen nicht in der Landwirtschaft tätig sein, um Mitglied werden zu können, betonen die beiden jungen Frauen.

Als nächste Veranstaltung organisiert die Gruppe einen Frauenflohmarkt. Dieser findet am 8. Dezember von 14 bis 17 Uhr in der Seefelder Mühle statt. Wer mehr über die Jungen Landfrauen und ihr Programm wissen möchte, kann sich auf der Homepage des Kreislandfrauenverbandes (landfrauen-wesermarsch.de) oder auf der Facebookseite „Junge Landfrauen Wesermarsch“ informieren.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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