SEEFELD Im dritten Anlauf konnte sie endlich stattfinden, die Premiere der neuen Freilichttheaterinszenierung „Klimawandel und Hitzewallungen“ der Theatergruppe des Seefelder Mühlenvereins. Die lieferte trotz des Lampenfiebers, das nach den wegen des Dauerregens am Freitag und Sonnabend abgesagten Vorstellungen gestiegenen war, am Sonntag eine erneute Bravourleistung ab.

Der Ort: eine Kurklinik am Deich – die Kurgäste: Elfi Mühlheim (Heike Barre), deren Ehe schon die besten Zeiten hinter sich hat; Almuth Richter (Anne Grabhorn), die aufgrund ihrer Leibesfülle auf Diät gesetzt ist; Finanzmakler Maximilian Grünhagen (Klaus Janssen), der nur von Termin zu Termin hetzt; Helene Graf (Anneliese Kling), die äußerst kontaktfreudige, sehr auf ihr Aussehen bedachte Endvierzigerin; Sieglinde Knölle (Anke Kloppenburg), die von ihrem Ehemann keine Beachtung mehr hat; Künstlerin Doris Meinardus (Meike Peschke), die mal abschalten muss, und Dorothea Linke (Karin Rebmann), eine elegante, jedoch dem Alkohol verfallene Frau.

Sie werden betreut von dem Kurklinikpersonal Jette Sommer (Irmgard Rüthemann) und Melanie Berger (Anke Lipper), die so gerne eine ökologisch geführte Kurklinik eröffnen möchte.

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Die Zuschauer erleben einen Kurklinikaufenthalt, der so natürlich wie möglich gestaltet ist. Der Kurgarten ist ein Blumenmeer, der von einem Gärtner in Schuss gehalten wird. Andere Kurgäste – es sind über 20 Statisten im Einsatz – haben dort ihre Anwendungen, das Personal versorgt die Gäste und der schweigsame Klinikchef läuft stets mit seiner etwas hektisch wirkenden, rotwangigen Assistentin quer durch das Gelände.

Doch solch ein Kuraufenthalt bedeutet nicht immer nur „morgens Fango und abends Tango“. Auch ernste Themen wie Brustkrebs und Alkoholismus, Kinderlosigkeit, Einsamkeit und Lieblosigkeit sind in das von der Laiendarstellern gemeinsam mit Regisseurin Heike Scharf erarbeitete Stück ohne Dreh- und Rollenbücher eingebaut. Natürlich fehlen auch die Szenen zum Schmunzeln nicht. Aber immer wieder wird der Klimawandel thematisiert. Dazu werden auch die Ausstellungen zum Küstenschutz und zur Deichsicherheit genutzt.

Auch eine Liebesgeschichte bahnt sich langsam an. Doch hier treffen zwei Welten aufeinander, die sich erst finden müssen.

Schon die wunderschöne Kulisse mit Liebe zum Detail macht das Freilichttheaterstück an der Seefelder Mühle sehenswert. Die Laiendarsteller wirken überzeugend und authentisch, passend ist auch die Klavierbegleitung durch den Pianisten Miguel Lopez. Regisseurin Heike Scharf darf wieder einmal stolz auf ihre Truppe und ein gelungenes Theaterstück sein.

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