GROßENSIEL Zum dritten Male wurde die Bootshalle 4 am Großensieler Sportboothafen am Sonnabend für eine Nacht zur größten Partymeile in der Unterweserstadt. Mehrere hundert Gäste aller Altersgruppen ließen bei „Rock am Hafen“ mit Nordenhams Aushängeschild in Sachen Partymusik, der Band Prime Time, die Post abgehen.

Mit ihrem mehrstündigen Rockmarathon bis weit nach Mitternacht mit Hits aus mehreren Jahrzehnten brachten Diana Schmidt (Gesang), Thomas „Tommy“ Marechal (Gesang, Tasteninstrumente), Sven Kretschmer (Keyboard, Gesang), Detlef „Dave“ Kramer (Bass, Gesang) Raphael Funk (Percussion), Jörg „Fete“ Eilers (Gitarre) und Michael Ehre (Schlagzeug) die Bootshalle buchstäblich zum Beben.

Dies war leider aber auch wohl der Grund dafür, dass der Hörgenuss litt. „Zu laut“ oder „zu schrill“ lautete die Kritik nicht weniger Besucher, die damit aber die wieder einmal famosen gesanglichen und instrumentalen Leistungen der Musiker keineswegs schmälern wollten. Offensichtlich war die akustische Abstimmung zwischen Bootshalle, Technik und Band nicht vollends gelungen. Den meisten Prime-Time-Fans konnte das die gute Stimmung aber nicht vermiesen.

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Die Veranstalter, de Werbegemeinschaft Nordsee-Center, hatte erneut für eine vorbildliche Infrastruktur gesorgt. Das technische Hilfswerk loste die Besucher zu den Parkplätzen am Großensieler Hafen und sorgte für die Ausleuchtung des Geländes. Vor und in der Bootshalle gab es ausreichend Getränke und Imbissstände. Eine großzügige Bühne ermöglichte Prime Time, unter der Batterie von Scheinwerfern und im Trockeneisnebel alle Register zu ziehen.

„Rock am Hafen“, und das machte die dritte Auflage besonders deutlich, ist nicht nur ein musikalisches Großereignis. Sehen und gesehen werden, Bekannte zu treffen und mit ihnen zu klönen, sind weitere gewichtige Gründen für den Besucher der großen Party. Es bleibt zu hoffen, dass die zum festen Bestandteil des Nordenhamer Veranstaltungskalenders wird, vielleicht sogar open air.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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