AUGUSTGRODEN Das Aufstellen eines Maibaumes sowie die Pflege der Geselligkeit, des niedersächsischen Brauchtums und der plattdeutschen Sprache wurden bei der Gründung des Bürgervereins Augustgroden als dessen Ziel und Zweck schriftlich fixiert. Daran hat sich seit der Gründungsversammlung am 8. Februar 1957 in der Gaststätte von Wilhelm und Emmy Behrens in Reitlanderzoll bis heute nichts geändert. Mit einem Festakt und dem 50. Andelfestball wird am diesen Sonnabend im Festzelt in Hobenbrake das 50-jährige Bestehen gefeiert.

Der Verein wurde von 17 Bürgern aus der Taufe gehoben. Es waren Heinrich Abbenseth, Emil Benje, Gerold Köhne, Alfred Timpe, Luise Timpe, Heinrich Erdmann, Karl Thies, Georg Büsing, Wilhelm Behrens, Emmi Behrens, Hertha Abbenseth, Minna Rogge, Karl-Heinz Rogge, Herta Benje, Willi Schmeyer und Fritz Köhne, die alle bereits verstorben sind, sowie Hilde Schmeyer, das einzig noch lebende Gründungsmitglied.

Den vorläufigen Vorstand bildeten Heinrich Abbenseth als 1. Vorsitzender, Emil Benje als 2. Vorsitzender und Minna Rogge als Schrift- und Kassenwartin sowie Fritz Köhne und Karl Thies als Veranstaltungsleiter. Erster gewählter Vorsitzender war Gerold Meiners (1957 bis 1959). Ihm folgten Fritz Köhne (1959 bis 1974), Theodor Stühmer (1974 bis 1993) und Hergen Hülstede (seit 1993) .

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Sein erstes Andelfest – aus dem blühenden Andel, dem Gras der außendeichs gelegenen Salzwiesen, wird die Festkrone gefertigt – veranstaltete der Bürgerverein Augustgroden, dem heute rund 350 Mitglieder angehören, am 26. und 27. Juli 1958. Dabei kam es in den Abendstunden des 26. Juli zu Uraufführung des von Dorfschullehrer Gerold Meiners eigens für dieses Fest gedichteten und komponierten Andellieds.

Diente nach der Schließung der Vereinsgaststätte Behrens einige Zeit ein alter Bauwagen als provisorische Unterkunft, kam es 1991 auf Vermittlung von Karl-Heinz Brüning zum Ankauf einer Baracke aus dem ehemaligen Marinedepot in Neuenburgerfeld. Daraus entstand das heutige Vereinsheim.

Gefeiert wird an diesem Wochenende auch das rund 150-jährige Bestehen des Augustgrodens. Er entstand in den Jahren 1853 bis 1856 durch die 7,7 Kilometer lange Eindeichung einer 488,6 Hektar großen Fläche am östlichen Jadebusen zwischen Hobenbrake im Süden und Beckmannsfeld im Norden.

Einblick in die Vereinsgeschichte und LandEntstehung

Vom großen Engagement des Bürgervereins Augustgroden zeugen die historischen und aktuellen Fotos sowie Zeitungsartikel, die Schriftführer Karl-Heinz Brüning zu einer Ausstellung in einem Container am Deich in Hobenbrake zusammengestellt hat. Die Ausstellung, die an diesem Wochenende jeweils von 19 bis 22 Uhr geöffnet ist, gibt zudem einen Einblick in das 50-jährige Vereinsleben und in die Entstehung des Augustgroden vor rund 150 Jahren. Auch das Thema Deichsicherheit wird nicht ausgeklammert. Während der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstagabend stellte Karl-Heinz Brüning auch die Festschrift zum Jubiläum des Bürgervereins Augustgroden vor. Die meisten Texte wurden vom ehemaligen NWZ-Redakteur Adolf Blumenberg verfasst, die alten Fotos stammen von Mitgliedern des Bürgervereins, die ihre Aufnahmen zur Reproduktion zur Verfügung stellten. Für die Reproduktion zuständig war Vereinsfotograf Helmut Gust, der auch die aktuellen Fotos der vergangenen beiden Jahre

beisteuerte.

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