Brake Jürgen von der Lippe eröffnet das Konzert von Jane Comerford im Central-Theater. Allerdings nicht persönlich, sondern nur per Einspieler auf der Leinwand, aufgenommen 1998. Damals stellte Comerford in seiner Sendung „Geld oder Liebe“ ihr Lied „I feel Herzschmerz“ vor, am Sonntag eröffnet sie mit diesem in vier Sprachen gesungenem Stück ihr Konzert vor 75 Zuschauern.

Jane Comerford dürfte den meisten als Sängerin von „Texas Lightning“ bekannt sein, doch in ihrer Show „This is me!“ („Das bin ich“) zeigt die gebürtige Australierin, dass ihre Karriere weder mit „Texas Lightning“ begann, noch mit dieser Band endete. Die unter anderem in Klavier, Geige und Gesang ausgebildete Sängerin und Multi-Instrumentalistin bietet den Brakern zusammen mit ihrer aktuellen Band ein abwechslungsreiches Programm verschiedenster Lieder und Musikstile.

Begleitet von Jürgen Scholz (Gitarre, Gesang), Lothar Atwell (Bass, Saxophon, Gesang), Rudy Grosser (Gitarre) und Tim-Ole Hoff (Schlagzeug), also einem Großteil der aktuellen Band von Klaus Lage, begeistert Comerford mit eingängigen und gefühlvollen Balladen ebenso wie mit schnellen Pop- und Country-Stücken.

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Als „autobiografische Musikreise“ bezeichnet Comerford ihr Konzert. Zu den Liedern werden Bilder aus dem Leben der Sängerin eingeblendet, und zwischen den Stücken erfährt der Zuhörer Interessantes aus ihrem Leben – beispielsweise, dass Comerford in der ersten deutschen Fassung des Musicals „Les Miserables“ („Die Elenden“) in Wien die Rolle der Eponine spielte. Als Kostprobe ihrer Musical-Qualitäten singt Comerford dann auch das bekannte „Nur für mich“ aus diesem Musical.

Natürlich fehlt auch der einzige Nummer eins Hit von Jane Comerford nicht. Allerdings präsentiert sie das Lied zunächst in einer ungewohnten Version, nämlich der ursprünglichen. „Eigentlich sollte das Lied einem kleinen Mädchen, das ihren Vater verloren hat, zeigen, dass ich immer für sie da sein werde“, erklärt Comerford. Ruhig, nur mit sanften Klavierklängen begleitet, erinnert das Lied dann tatsächlich kaum noch an den Gassenhauer „No no never“ („Nein, niemals“) von „Texas Lightning“, mit dem die Band 2006 am Eurovision Song Contest teilnahm (und auf dem 15. Platz landete). Die zweite Hälfte des Liedes spielt sie dann jedoch in der bekannten Variante.

Die herzliche Wärme im Umgang mit dem Publikum, die humorvollen und interessanten Einblicke in Leben und Wirken nehmen das Publikum sanft gefangen. Bei der vorletzten Zugabe des Abends, einem schwungvollen Stück Rock’n’Roll, hält es niemanden mehr auf den Sitzen: Anstatt mit stehenden Ovationen verabschiedet das Publikum Jane Comerford und ihre Band mit „stehenden Tanz-Ovationen“ – was für eine Musikerin sicher nicht der schlechteste Abschied ist.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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