RODENKIRCHEN Von draußen ist ein heftiges Wummern zu hören. Je näher einer dem Haus an der Martin-Niemöller-Straße kommt, desto deutlicher schälen sich Melodien aus dem Geräusche-Grollen heraus.

In einer eher ruhigen Rodenkircher Wohngegend hat die Punk-Rock-Band C.L.L.G. ihren Stammsitz. Genauer gesagt bei Carsten Brunemann, einem der Bandgründer.

Geprobt wird dort, wo andere Menschen den gemütlicheren Teil ihres Lebens verbringen: im Wohnzimmer. Das Schlagzeug von Carsten Brunemann thront dort neben der Terrassentür. Die Familie hat sich damit arrangiert und zieht sich bei den Proben in die Küche zurück.

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„Wenn wir den Platz dringend brauchen, räume ich es zusammen. Aber meistens steht es hier“, sagt der Drummer und Backgroundsänger.

Auch einige Boxen sind im Wohnzimmer untergebracht.

Mittlerweile besteht die Band seit fünf Jahren. Neben den vier Bandgründern Carsten Brunemann, Gero Hein (Gitarre), Lars Steenken (Bass) und Sänger Lübbe Meischen gehören noch Nils Volkmann (Gitarre) und Sabrina Dremelj (Gitarre) dazu.

Sabrina Dremelj ist erst vor einem Jahr zur Band gestoßen, zunächst nur vertretungsweise. Sie wurde schließlich ganz in die Formation aufgenommen.

Jüngster Mit-Musiker mit gerade einmal 20 Jahren ist Gitarrist Nils Volkmann, der zuerst Unterricht bei Gero Hein nahm und dann Gefallen an der Band fand.

„Unser Azubi“ wird er liebevoll genannt. „In Rodenkirchen gibt es so gut wie keine Musikszene, deshalb ist Nils zu uns gekommen“, erklärt Gero Hein.

Und woher kommt der ungewöhnliche Name? „Der stammt vom Fonsstock-Team. Bei unserem ersten Konzert auf dem Nordenhamer Festival hatten wir keinen Namen. Den haben sie uns dann kurzerhand verpasst“, erzählt Brunemann. Dabei stehen die Buchstaben für die Vornamen der vier Bandgründer Carsten, Lars, Lübbe und Gero.

Die Band spielt bei Geburtstagen, Jubiläen, Festivals oder anderen oft privaten Gelegenheiten. In diesem Jahr ist es bislang wegen Terminschwierigkeiten zu wenigen Engagements gekommen.

Für die Band kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Jeden Montag wird geprobt. 50 Lieder gehören mittlerweile zum Repertoire.

Türen und Fenster werden verschlossen, Ohrenstöpsel eingesetzt, die Stecker eingestöpselt – und los geht‘s.

„Wir brauchen Verstärker, um das laute Schlagzeug zu übertönen“, meint Gero Hein. Und tatsächlich macht Brunemann an seinem Instrument mächtig Lärm. Selbst hinter der verschlossenen Wohnzimmertür hat die Musik noch Konzertlautstärke.

Weil die Nachbarn neugierig auf die Band wurden, führten die Musiker spontan eine Gartenparty mit Live-Musik ein. In den vergangenen drei Jahren wurde dazu ein Hänger vor der Garage aufgestellt, auf dem die Band ihren Punk-Rock spielte. Viele Nachbarn halfen beim Aufbau und kamen später zum Feiern.

„Nächstes Jahr wird es eine erneute Auflage des Events geben“, freut sich Brunemann schon im Voraus.

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