Burhave „Wandlungen“ lautet das Motto der diesjährigen und mittlerweile 33. Kunst- und Kulturwochen in Butjadingen. Sie finden in diesem Jahr vom 10. August bis 28. September statt. Die Vereinsvorsitzende Renate Knauel eröffnete die Veranstaltungsreihe vor rund 80 Besuchern im Atrium. Bereits im Vorfeld hatte es im Yachthafen Fedderwardersiel einen komplett ausverkauften Schlemm- und Musikabend gegeben und im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten ausgewiesene Fachleute über die Zukunft des Küstenschutzes in der Wesermarsch.

„Wandlungen“ ist eben ein weit gefächertes Thema, das viele Aspekte und Facetten hat. Genauso vielseitig ist das Programm, das die Mitglieder des Arbeitskreises Gezeiten zusammengestellt haben. Es umfasst 23 Veranstaltungen unterschiedlicher Couleur – von Vorträgen über Musikkonzerte und Ausstellungen bis hin zu einer Lesung, Gesang für jedermann und philosophischen Diskursen. „Wir leben in einer Zeit, in der sich scheinbar alles verändert, Gewohntes seine Gültigkeit verliert. Grund genug, diesem Gefühl nachzugehen und zu hinterfragen. Wir blicken zurück, wagen aber auch einen Blick weit in die Zukunft“, sagte Renate Knauel. Möglich geworden sei diese Veranstaltungsvielfalt auch deshalb, weil der Arbeitskreis Gezeiten über großzügige Sponsoren verfügt. Ihnen sei es auch zu verdanken, dass der 1986 gegründete Verein mittlerweile über eine eigene Homepage (www.gezeiten-butjadingen.de) verfügt.

„Gedanken über Veränderungen in der Musik“ war dann das Thema des Vortrags von Ute Extra. Sehr anschaulich, verständlich und mit verschiedenen Klangbeispielen – Ausschnitten aus Chorälen bis hin zu moderner Klassik – verdeutlichte die Musiklehrerin der Zinzendorfschule, dass es drei Faktoren sind, die den Wandel in der Musik begründen. Da ist zunächst die Entwicklung der Notation von Musik, mittels derer sie aufgeschrieben, erhalten und verbreitet werden kann.

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Neben der Notenlehre ist es der gesellschaftsabhängige und sich ständig verändernde Kunstbegriff, der neue und andersartige Musik entstehen lässt sowie die Definition von Musik selbst. Was genau ist sie? Wo fängt Musik an? Wo hört sie auf? Auch diese Fragen unterliegen dem Zeitwandel. „Obwohl ich meinen Vortrag aufgrund der fortgeschrittenen Zeit heute stark verkürzen musste, ist letztendlich festzuhalten, dass Musik eben Wandlung ist, weil sie mit Menschen zu tun hat“, lautete das Fazit von Ute Extra. Ihre für jeden nachvollziehbaren Ausführungen kamen bei den Zuhörern im Atrium gut an. „Das hat sie toll gemacht, auch mit den prägnanten Klangbeispielen. Ute Extra hat ja auch richtiggehend schauspielerisches Talent“, meinte zum Beispiel Ursula Löffler.

Viel Lob für ihr musikalisches Rahmenprogramm mit modernen Darbietungen erhielten Marie McKenzie (Gesang) und Justus Mendelsohn (Keyboard, Gesang). Der Arbeitskreis Gezeiten möchte gerade jungen Leuten eine Plattform geben, sagte Renate Knauel. „Und bei so viel Kultur heute Abend, alles von Einheimischen, soll einer noch mal sagen, auf dem platten Land sei nichts los“, sagte die Vereinsvorsitzende in ihrem Schlusswort.

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