Brake Lange Zeit hat er dem Ural Kosaken Chor selbst angehört – nun erinnert dieser Chor mit einem Konzert an das berühmte Mitglied, den Bassbariton Ivan Rebroff. Anlass ist der zehnte Todestag von Rebroff, der 2008 im Alter von 76 Jahren verstorben ist.

Unter dem Motto „Gedenkkonzert: Erinnerungen an Ivan Rebroff“ steht der Auftritt des Chors am Dienstag, 23. Oktober, in der St. Marien–Kirche. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr.

Im Programm wird das Lied nicht fehlen, mit dem die Karriere von Ivan Rebroff, der bürgerlich Heinz-Rolf Rippert hieß und in Berlin geboren wurde, begonnen hat: „Wenn ich einmal reich wär“ - das Lied des Milchmanns Tevje aus dem Musical „Anatevka“.

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Darüber hinaus erklingen viele weitere bekannte Lieder wie „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“, „Wolgaschlepper“ oder „Lara’s Theme“ (aus „Dr. Schiwago“), aber auch „Guten Abend, gute Nacht“ sowie Lieder aus der orthodoxen Kirche wie „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Ave Maria“, „Abendglocken“ oder „Möge mein Mund voll deines Lobes sein“.

Ivan Rebroff, der nie in Russland gelebt hat, hat in einem Interview kurz vor seinem Tod einmal gesagt, dass er die „russische Seele nach Deutschland gebracht hat“. Rebroff hat 40 Jahre lang international Erfolg gehabt. Er absolvierte als Solist Tourneen rund um den Globus, gab fast 8000 Konzerte und machte sich einen Namen als Ein-Mann-Kosakenchor. Studiert hat er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg von 1956 bis 1960.

Im Schwarzmeer und Ural Kosaken Chor hat er die liturgische Musik der orthodoxen Ostkirche eingehend gesungen und studiert. Rebroff hat mehrere Preise und Wettbewerbe gewonnen und war auch an Opernhäusern tätig. In Paris gelangte der Durchbruch zu seiner internationalen Karriere. Hier spielte er in einem Theater den Milchmann Tevje in 654 Vorstellungen in Folge.

Ivan Rebroff war auch Moderator eigener TV- und Unterhaltungsshows und war zudem Dauergast in vielen anderen TV-Sendungen. 1985 bekam er das Bundesverdienstkreuz. Damit wurde sein Einsatz für die Völkerverständigung gewürdigt. Der Bassbariton hat 49 goldene Schallplatten bekommen und wurde im Guinness Buch der Rekorde als Sänger mit größtem Stimmumfang (4 ½ Oktaven) verewigt.

Der im Jahr 1924 von Andrej Scholuch in Paris gegründete Ural Kosaken Chor hat sich in seiner neuen Formation zum größten und ältesten Kosakenchor Europas etabliert und gilt mittlerweile als wichtigster Vertreter dieses Musikgenres.

Die Popularität des A-Cappella-Chors liegt jedoch nicht einzig in seinen Starsolisten begründet, sondern vor allem auch in seiner einzigartigen Präsentation. In Weiterführung der Tradition der russischen Arrangeure des vergangenen Jahrhunderts – Serge Jaroff und Andrej Scholuch – steht die Disziplin auf der Bühne in direktem Einklang mit den ausgefeilten Arrangements.

Karten für das Gedenkkonzert gibt es ab sofort im Vorverkauf zum Preis von 18 Euro pro Person beim Brake-Verein im Infopavillon an der Kaje, im Pfarrbüro der katholischen Kirchengemeinde St. Marien, Breite Straße 55, in den beiden Geschäften der Buchhandlung Gollenstede (Breite Straße und Weserstraße) sowie bei Kleibrink Hard- und Software, Schulstraße 19. An der Abendkasse kostet die Karte 23 Euro.


Kartren auch unter   www.reservix.de 
Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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