Brake „Nach der Saison ist vor der Saison“ heißt es ja bekanntermaßen bei der Bühne. Daher wird es nach der Sommerpause auch gleich weitergehen. Vier neue Stücke stehen auf dem Programm der Niederdeutschen Bühne Brake. Es ist wieder ein gelungener Mix aus Altbewährtem und Neuem.

Knast statt Kombüse

Den Anfang macht der Dreiakter von Wilfried Wroost, „Mien Mann, de fohrt to See“, der von Jürgen Reiners inszeniert wird. Die Premiere ist am Freitag, 11. Oktober, um 19 Uhr.

Es geht um einen ehemaligen Schiffskoch, der sich zum Inhaber eines schicken Lokals hochgearbeitet hat. Doch er hat Schulden und muss wegen Schmuggels ins Gefängnis. Das darf jedoch niemand wissen und so wird der Verwandtschaft erklärt, dass er zur See fahre. Im Gefängnis lernt er einen jungen Mann kennen, der, wie sich herausstellt, sein unehelicher Sohn ist. Während der Gatte „auf See“ ist, gewinnt seine Frau viel Geld, kann die Schulden bezahlen und erfährt in all der Freude, dass das Schiff, auf dem der Gatte fährt, untergegangen sei. Danach wird es turbulent.

Jim Knopf und Lukas

Das zweite Stück ist das Schauspiel „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende. Inszeniert wird das Weihnachtsmärchen von Gudrun Oeltjen-Hinrichs. Premiere ist am Freitag, 29. November, um 16 Uhr. „Es ist faszinierend, auf solch einer kleinen Bühne zu spielen. Das Team ist toll und ich mag es sehr, mit Erwachsenen und Jugendlichen gemeinsam zu spielen“, sagt Gudrun Oeltjen-Hinrichs.

In dem Märchen geht es um den Jungen Jim Knopf, der als Baby in einem Paket nach Lummerland gekommen ist. Als Lukas, der Lokomotivführer, mit seiner Lokomotive „Emma“ die Insel Lummerland verlassen muss, packt Jim die Abenteuerlust und er fährt einfach mit. Die Inszenierung dieses bekannten Kinderbuchs ist ein Spaß für die ganze Familie.

Wie Bonnie & Clyde

Bei dem dritten Stück gibt es dann wieder ordentlich Spaß auf der Bühne. Gespielt wird die Komödie „Twee as Bonnie un Clyde“ von Tom Müller und Sabine Misiorny, ins Niederdeutsche übersetzt von Renate Wedemeyer. Die Inszenierung übernimmt der Bühnenleiter Jens A. Rose. Premiere ist am Freitag, 24. Januar 2020, um 19 Uhr.

Manni und Chantal haben zwar viel kriminelle Energie, aber weniger kriminelle Intelligenz. Für die bevorstehende Hochzeit in Las Vegas wollen die beiden noch einmal so richtig Kohle machen. Sie wollen eine Bank überfallen. Doch dabei geht so manches schief und das Publikum wird seine rechte Freude an den beiden schusseligen Bankräubern haben.

Kein Platz für Idioten

Das letzte Stück der Saison ist ein Volksstück in drei Akten von Felix Mitterer. „Afschoven (keen Platz für Idioten)“ wird von Philip Lüsebrink inszeniert. Premiere ist am Freitag, 13. März 2020, um 19 Uhr. „Für mich ist alles neu, die Bühne und auch die Kollegen. Sie alle kennen zu lernen, ist toll und ich freue mich darauf, ein ernstes Schauspiel zu machen“, sagt Philip Lüsebrink, „denn schließlich ist es ein Thema, das immer aktuell ist.“ Afschoven wird seine 75. Inszenierung sein.

Mit diesem Stück widmet sich die Niederdeutsche Bühne einem sensiblen Thema. Es geht um einen behinderten Jungen in einem Dorf, der ständigen Anfeindungen ausgesetzt ist. Nur ein älterer Gelegenheitsarbeiter hilft ihm. Das Stück zeigt auf, was Unschuld, Hass, Missgunst, Feigheit und Machtmissbrauch anrichten können. Es greift an, durchleuchtet, ist aber auch einfühlsam und wird das Publikum fesseln.

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