Brake Was ist von Georg von der Vring geblieben? „Die Gedichte“, sagt spontan der Vorsitzende der Georg-von-der-Vring-Gesellschaft, Henner Funk. „Wenn man die liest, merkt man doch, dass Georg von der Vring der letzte Meister des Liedes ist. Seine Lyrik, fast 1000 Gedichte, ist in ganz wesentlichen Teilen prägend für die Literatur des 20. Jahrhunderts.“ Die prägnante Einschätzung des Vorsitzenden teilen auch Schriftsteller-Kollegen von Georg von der Vring, so die Lyrikerin Sarah Kirsch, die von der Vrings „Jägerlied“ (1938) für eines der 100 schönsten Gedichte überhaupt hält.

In guten Anthologien finde man Gedichte des Braker Schriftstellers, weiß Henner Funk. So in „Der ewige Brunnen“, eine Sammlung deutscher Gedichte. Henner Funk erhält auch Anfragen von Verlagen, die sich nach den Abdruckrechten erkundigen. Und immer wieder gibt es Anfragen nach Gedichten, die Georg von der Vring aus dem Englischen übertragen hat, zum Beispiel Lyrik von John Keats (1795 - 1821) und Robert Burns (1759 - 1796; Georg von der Vring: Englisch Horn. Anthologie angelsächsischer Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart).

Auch haben sich schon Musiker gemeldet, die seine Lyrik vertonen wollen, zum Beispiel Jorinde Jelen, die sein Gedicht „Nachtlied“ für ihr Album „Mitten ins Blau“ verwendete: „Sage, hast du das Gras erdacht,/Oder war es ein anderer Meister?/Ich habe nur dies und das gemacht,/Aber hätt ich das Gras erdacht,/Wäre ich wohl ein anderer Meister.“ Anfragen kommen auch von Kirchenchören, die seine Gedichte vertonen möchten. Funk: „In Süddeutschland ist von der Vring bekannter als in Norddeutschland.“ In der Tat waren Gedichte von der Vrings in den 50er Jahren noch in zahlreichen Lesebüchern vertreten. Verschwunden sind sie in der Wahrnehmung wie auch seine Bücher, von denen immerhin der „Soldat Suhren“ 2016 eine Wiederauflage im Elsinor Verlag (Coesfeld) erlebte. Zum 125. Geburtstag des Dichters hatte die Von-der-Vring-Gesellschaft eine Stele in seiner Heimatstadt aufstellen lassen. Sie, die Ausstellungsstücke im Schifffahrtsmuseum Brake – und das Grab in Hammelwarden – erinnern heute an den Dichter, der vor 50 Jahren starb.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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