Brake Eine Insel mit zwei Bergen, einem schönen Sandstrand und viel Eisenbahnverkehr: Auf Lummerland dreht Lukas, der Lokomotivführer, mit der betagten „Emma“ unablässig seine Runden. Auch Jim Knopf lebt auf der Insel. Der kleine schwarze Junge hat es zu Weltruhm gebracht. Denn er ist eine der beliebtesten Figuren der Kinderliteratur. Sein Schöpfer Michael Ende wäre an diesem Dienstag 90 Jahre alt geworden.

Wunderbare Geschichten

Der Schriftsteller Michael Ende zählt zu den erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren. Bücher wie „Die unendliche Geschichte“, „Momo“ sowie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ waren internationale Erfolge und wurden verfilmt.

Michael Ende wurde am 12. November 1929 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Kurze Zeit später zog er mit seinen Eltern nach München. Er starb am 28. August 1995 in Filderstadt.

Seine Bücher wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt, manche seiner Werke hielten sich mehr als ein Jahr lang auf den Bestsellerlisten. Die Anerkennung durch Literaturkritiker blieb dem Autor jedoch lange verwehrt.

Doch bei den jungen Leuten ist der im Jahr 1995 verstorbene Autor nicht mehr so präsent. Das sagt Eleonore Gollenstede. Bei der Braker Buchhändlerin stehen dennoch die Kinderbücher „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, 1960 erschienen, und „Jim Knopf und die wilde 13“ (1962) sowie „Momo“ (1973), sein wohl größter literarischer Erfolg, im Regal. „Großeltern schenken ihren Enkeln noch diese Bücher, meistens sind es aber die Bilderbücher“, erzählt Eleonore Gollenstede.

Michael Ende ist nach Eleonore Gollenstedes Worten ein Meister der fantastischen Kinderliteratur. „Da kann man eintauchen in eine Märchenwelt“, erzählt sie. Vor allem die „Unendliche Geschichte“ (1979), die von der zauberhaften Parallelwelt „Phantasien“ handelt, in die der junge Bastian Balthasar Bux hineingezogen wird, ist für die Buchhändlerin ein Meisterwerk. Es sei ein Buch für Kinder und für Erwachsene gleichermaßen. „Bei dieser Geschichte wurde man wieder Kind“, betont sie und erklärt sich damit auch den Erfolg der „Unendlichen Geschichte“.

Michael Ende hat faszinierende Kinderbücher verfasst. „Momo“, die Geschichte vom kleinen wundersamen Mädchen, das gegen die Zeitdiebe kämpft, zählt dazu. „Momo war mein Lieblingsbuch“, sagt Elsfleths Buchhändlerin Heide Witting-Fries, Inhaberin der Leselust. Was ist geblieben von der einstigen Popularität des Autors und seiner Bücher? Es sei schade, dass man bei älteren Klassikern nicht mehr gleich an Michael Ende denke, erwähnt Heide Witting-Fries.

Während der Autor Micheal Ende bei Kindern und Jugendlichen längst nicht mehr so angesagt ist, hat der Schriftsteller Otfried Preußler (1923-2013) immer noch eine Fangemeinde. „Sein Räuber Hotzenplotz ist immer noch beliebt“, weiß Elenore Gollenstede. Aktuell seien gefragt „Petronella Apfelmus“ von Sabine Städing und „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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