Brake Grauer Schleier hebt sich empor aus den Wiesen. Behäbig treten Kühe, schemenhaft nur, aus dem Morgennebel hervor. Eine Allee rechts der Weide schält sich allmählich aus einem Gelbgrau, das diesem Bild etwas Mystisches verleiht.

Es sind wunderbare Aufnahmen – wie diese beschriebene – des in Gelsenkirchen-Buer geborenen Fotografen Peter Hoeltzenbein, die dem Buch „Wo ich hergekommen bin“ mit Gedichten von Georg von der Vring zusätzlichen Glanz verleihen. Die Gedichte und Fotografien aus der Wesermarsch, liebevoll von Peter Hoeltzenbein und dem Vorsitzenden der Georg-von-der-Vring-Gesellschaft, Henner Funk, zusammengestellt, befinden sich in einem mehr als 80-seitigen Band, der zum 50. Todestag des Lyrikers neu aufgelegt worden ist. Ein Gedichtband mit den Fotos war erstmals vor zwölf Jahren erschien.

Nun also eine Neuauflage mit neuem Titel und einem neu bearbeiteten Titelbild. Von der Vring habe immer betont, dass jedes seiner Gedichte aus einem inneren Bild erwachsen sei, heißt es im Geleitwort von Henner Funk zur Neuauflage. „So kamen wir auf die Idee, seine Gedichte neben Bildeindrücke aus der Wesermarsch zu stellen“, betont er. „Wir wollten unbedingt das Foto vom Deich in Oberhammelwarden mit der Bank als Titelbild“, erwähnt dazu Reiner Gollenstede, 2. Vorsitzender der Georg-von-der-Vring-Gesellschaft. Sehr viel Herzblut habe man investiert, die Kombination von Text und Bild sei gelungen, freuen sich die beiden bei der Buchpräsentation.

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Tatsächlich: Text und Bild korrespondieren. Zum eingangs beschriebenen Bild hat sich das Gedicht „Nebelmorgen“ von Georg von der Vring gesellt. Der Kirchturm von Brake ist neben dem gleichnamigen 16-Zeiler abgebildet. Und das Gedicht „Wolk’ bei Wolke“ steht neben dem berauschenden Bild aus Oberhammelwarden, das zugleich den Einband schmückt.

Insgesamt ein Jahr lang sei er mit dem Fotografen durch die Wesermarsch gefahren, um entsprechende Fotomotive zu finden. „Von Butjadingen bis nach Lemwerder“, erinnert sich Henner Funk. In dem jetzigen Druck und durch die neue Bildbearbeitungstechnik seien die Bilder noch lebendiger und farbintensiver. Gedichte wie „Nachtlied“, „Welkes Wort“ oder „Gewitter im Mai“ gewinnen durch die brillanten Abbildungen zusätzlich an Intensität. Aber auch zu anderen zeitlos schönen Versen sind nach den Worten von Henner Funk wundschöne Fotos entstanden.

In seinem Gedicht „Im Schatten der Tanker“ hat Georg von der Vring den Wunsch nach einem Grab auf dem Friedhof in Kirchhammelwarden beschrieben. Dort hat er auch seine letzte Ruhestätte gefunden. Das Gedicht findet sich gleichfalls in dem neuen Band – und selbstverständlich ist ein Foto des Friedhofs dazugestellt.

 Das Buch „Wo ich hergekommen bin – Georg von der Vring – Gedichte mit Fotografien aus der Wesermarsch“ ist im Medien-Verlag Schubert erschienen und kostet 16,80 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich.

 Der Todestag von Georg von der Vring, am 30. Dezember 1889 in Brake geboren, jährt sich am 1. März zum 50. Mal. Eine Sonderausstellung und eine Veranstaltungsreihe wird am Donnerstag, 1. März, im Haus Borgstede & Becker, Breite Straße 9, in Brake eröffnet. Beginn ist um 19 Uhr.

 Der dritte und letzte Teil der Georg-von-der-Vring-Reihe des NWZ-Redakteurs Hans Begerow erscheint in der Ausgabe der Nordwest-Zeitung an diesem Mittwoch, 28. Februar.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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