Brake Schauspielerin Stephanie Trapp war für die Lesung gerne nach Brake gekommen. Als „ausgesprochener Krimifan“ war sie durch Henner Funk, Vorsitzende der Georg-von-der-Vring-Gesellschaft, auf den Roman „Spur im Hafen“ aufmerksam gemacht worden. Ausgangspunkt bei dessen Entstehung war ein nie aufgeklärter Doppelmord, der sich 1825 in Elsfleth ereignet hat. Die Großmutter von der Vring hat durch ihre Erzählungen den späteren Ehrenbürger Brakes dazu inspiriert, hieraus einen Kriminalroman zu schreiben.

Ein Werk, in dem Fiktion und Wirklichkeit geschickt ineinander übergehen. Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Am Anfang steht der vermeintliche tödliche Unglücksfall des Hafenmeisters Iko Dietrich Tews. Sein Neffe Peter Tews glaubt jedoch, dass sein Onkel ermordet worden ist und versucht die wahren Umstände aufzudecken. Es beginnt eine langwierige Spurensuche, die am Ende zu den Mördern führt.

8 Stunden lesen

Ein Lesemarathon findet am Donnerstag, 22. März, im Rahmen der Veranstaltungen rund um den Braker Maler, Schriftsteller und Ehrenbürger Georg von der Vring statt. Gelesen wird Georg von der Vrings autobiographischer Roman „Die Wege Tausendundein“. Wer sich als Vorleser aktiv beteiligen will, kann noch mitmachen. Eine Leseliste liegt in Haus „Borgstede & Becker“ aus. Telefonische Anmeldungen sind unter Telefon  04401/6791 möglich. Zuhörer sind am Donnerstag zwischen 10 und 18 Uhr im Schiffahrtsmuseum der oldenburgischen Unterweser, Breite Straße 9, willkommen. Der Eintritt ist frei. Kleine Erfrischungen stehen bereit.

Gastgeberin Dr. Christine Keitsch erläuterte, dass sich die Lesung „Spur im Hafen“ exemplarisch mit der „Brotliteratur“ Georg von der Vrings beschäftige. Unter „Brotliteratur“ verstand der Autor seine Romane, die er in den 1930er und 40er Jahren geschrieben hat, um über die Runden zu kommen. 1936 erschien der Kriminalroman „Spur im Hafen“, der gemessen an der Auflage, einer der größten Erfolge des Verfassers war.

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Der Vorsitzende der Georg von der Vring Gesellschaft Henner Funk erklärte den Zuhörern im Haus Borgstede & Becker, dass der Roman bewusst für die Lesung ausgewählt worden ist. Zum einen lasse sich der im Roman genannte fiktive Ort „Werderfleth“ aufgrund seiner Beschreibung durchaus mit Brake in Verbindung setzen. Zum anderen habe von der Vring in dem Roman über den fiktiven Studenten Hannes Claussen versteckt kleine politische Botschaften platziert, die als Kritik gegenüber dem damaligen nationalsozialistischen Regime interpretiert werden können.

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