Konzert
Über Liebe, Frieden und Glaube

Seit seiner Jugend ist der Künstler aus Osnabrück von den Beatles und von John Lennon fasziniert. Zwischendurch erzählte Silver vom Lebensweg Lennons und dessen Einstellung zur Religion.

Bild: Marco Busch
Sang in der Christuskirche Lieder von den Beatles und John Lennon im religiösen Kontext: Jonny Silver, der nicht nur optisch an den großen Sänger erinnerte.Bild: Marco Busch
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Brake Unter dem Leitthema „Love and Peace“ bekamen die rund 40 Zuhörer in der Christuskirche in Brake einen Eindruck von der Einstellung John Lennons zur Religion und dessen Beeinflussung auf seine eigene Suche nach seinem Platz in der Welt. Der aus Osnabrück stammende Sänger und Gitarrist Johnny Silver trat als John-Lennon-Interpret und -Kenner auf.

Passend zur Thematik hatte er aussagekräftige Lieder herausgesucht, die er in souveräner Art und Weise vortrug. Silver ist seit seiner Jugend von den Beatles und von John Lennon fasziniert. Die Musik sowie die Hintergründe der Lieder sind für ihn ein Ausgangspunkt, das Leben in all seinen Facetten stets neu zu interpretieren. Begleitend wurden prägnante Bibelzitate und Bilder auf eine Leinwand projiziert.

Zwischen den Liedern gab es Erläuterungen über den Lebensweg von Lennon und seiner Einstellung zum Leben und zur Religion. Die erläuternden Zwischentexte haben Silver sowie Andrea und Wolfgang Bönisch erstellt. Das Trio liest die Texte normalerweise auch selbst vor. Aufgrund einer Erkrankung sprangen jedoch Eleonore Gollenstede von der Kulturförderung sowie Kreiskantor Gebhard von Hirschhausen ein.

Seit Menschengedenken gibt es elementare Grundfragen, die eine Antwort herausfordern. Hierzu zählen Fragen wie „Worin besteht der Sinn des Lebens? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es einen Gott? Der Versuch diese Fragen zu beantworten, kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Es gibt Menschen, die über den Verstand zu einer Lösung gelangen wollen, andere suchen den Weg über die Religion. Eine allgemeingültige Antwort auf die Grundfragen gibt es bis heute nicht. Festzustellen ist allerdings, dass die Suche nach den Antworten stets sehr individuell ist, und die Kommunikation darüber über sehr unterschiedliche Kanäle erfolgen kann.

Ein Kanal stellt die Musik dar. Musikstücke von Gruppen und Interpreten können bisweilen emotionale Wirkungen von globalem Ausmaß erreichen. Ein Beispiel hierfür sind die Beatles um John Lennon. Sie haben Lieder erschaffen, die für viele Zuhörer zu einer Quelle der Inspiration geworden sind. Die Lieder sind dabei stets auch ein Spiegelbild der individuellen Einstellung des Interpreten zum Leben.

Lennon war zeitlebens auf der Suche nach Antworten. Er machte hierbei eine faszinierende und widersprüchliche Entwicklung durch. Am Anfang stand ein Mensch, der 1965 von sich sagte: „Ich bin kein Atheist, das ist wahr. Ich glaube an etwas, das da ist. Ich bin kein Gottloser, aber ich bin auch nicht fromm.“ Am Ende seines Lebens ist er ein gereifter und nachdenklicher Mensch geworden, der mit großem Engagement für Liebe und Frieden in der Welt eintrat.

Die Zuhörer erlebten einen kurzweiligen Abend, der zeigte, dass die Beschäftigung mit der Musik, den Texten und den Hintergründen neue Perspektiven eröffnen kann, die mit Worten allein entweder gar nicht oder nur unzureichend ausgedrückt werden können.

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