Brake Das Sterben müssen wir wieder neu lernen. Der Tod gehört schließlich zum Leben. Zwar sei der Tod heute im Fernsehen oder in den Zeitungen allgegenwärtig, aber er sei dort eher virtuell und abbildhaft, hieß es in der Dankesrede von Michael Kurz für den ambulanten Hospizdienst der Diakonie Wesermarsch. Mit einem Abend voller Lyrik und Musik wurde unter dem Dach der Kreisvolkshochschule den überwiegend Ehrenamtlichen gedankt, die es durch ihren Einsatz Sterbenden ermöglichen, würdevoll zu Hause aus dem Leben zu scheiden.

Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen, begegnet auch der Braker Bürgermeister bei seinem Engagement als 2. Vorsitzender des Vereins „Lebenswunsch“ regelmäßig. Die meisten Deutschen sterben in Krankenhäusern, so seine Erfahrung. Die Hospizbewegung lehre jedoch einen anderen Umgang mit dem Tod – einem Thema, dem nicht ausgewichen werden sollte.

Eigentlich war der Welthospiztag schon am 12. Oktober. Doch das sei in den Ferien gewesen „und die Musikschule Wesermarsch hatte sich bereit erklärt, unsere Veranstaltung zu begleiten“, begründete Monika Spiegelberg, Koordinatorin beim ambulanten Hospizdienst, die Verschiebung um zwei Wochen.

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Der Vorsitzende, Pastor Ingmar Hammann, war ganz überwältigt von den vielen Teilnehmern. Er dankte allen, die einen Teil ihrer Zeit für diesen wichtigen Dienst zur Verfügung stellen, um ein Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Sterben lernen, heißt leben lernen, denn gerade der Tod sei es, der zum Leben mahnt. Die Hospizbewegung hat sich dem Grundsatz verpflichtet, dass die Zeit des Sterbens eine Zeit ist, die zum Leben gehört. Sie unterstützt Sterbende, dass die letzte Lebensphase intensiv mit Nahestehenden erlebt werden kann und niemand diesen Weg alleine gehen muss. Und oftmals ist das gar nicht so traurig, wie angenommen, sondern eine Aufgabe, bei der man viel zurück bekommt. Nähe sei ein Geschenk.

Berührend hatte Ursula Jädtke ihre langjährigen Erfahrungen zu Gedichten verarbeitet, die sie abwechselnd mit Musikstücken – Adriano Gadot am Piano, Zhiar Amini und Heinrich Wedemeyer mit Violine und Gitarre sowie dem Blockflötenensemble „Woodtunes“ – vortrug.

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