Brake Wer unter freiem Himmel eine fetzige Runde Discofox aufs Parkett legen wollte, der war am Freitagabend im Braker Binnenhafen genau richtig. Für ordentlich Stimmung sorgte dort die „SOS ABBAcoverband“. Zwar hätte er sich ein paar mehr Zuschauer gewünscht, gestand Norbert Ostendorf, Geschäftsführer des Braker Centraltheaters, bei der Begrüßung. Er hatte die Veranstaltung, deren Erlös dem CTB zufließen soll, organisiert. An allerbester Stimmung mangelte es an diesem Abend allerdings auf keinen Fall.

Direkt nach der Begrüßung wurden die Stehtische vom Publikum aus eigenem Antrieb einfach etwas Richtung Bühne gerückt. Das fand sie wirklich toll, lobte Sängerin Ellen in der Pause. Während sie – stimmgewaltig und musikalisch der schwedischen Kultband zum Verwechseln ähnlich – die Rolle der Anni-Frid übernahm, schlüpfte ihre blonde Bandkollegin Marcelle in die der Agnetha. Und zusammen mit ihren vier Jungs ließen sie eindrucksvoll die 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wieder aufleben.

Bei „Voulez Vouz“, dem ersten der scheinbar unzähligen Abba-Hits, bewies sich das Publikum sofort als textsicher. Ganz hypnotisiert von der Musik oder vielleicht taub, wie Ellen scherzte, war anscheinend auch eine Taube, die ihren Platz auf der Bühne den ganzen Abend nicht verließ. Das Publikum hielt es dagegen nicht auf den Plätzen. Bei Ohrwürmern von „Super Trouper“, über „Money,Money, Money“, „Ring“ bis „Summernight-City“, „Fernando“, „So long“ oder natürlich „Waterloo“ wurden von allen Generationen begeistert die Arme in den Abendhimmel gereckt, gesungen, geklatscht und vor allen Dingen das Tanzbein geschwungen.

Bei einem Konzert in Augustfehn hatte Ostendorf die niederländische Band entdeckt, verriet Ellen, wie der Kontakt zustande kam. Seit acht Jahren gibt es die sechsköpfige Band, die seitdem erfolgreich durch ihr Heimatland, Belgien, Deutschland und sogar Norwegen tourt.

Wenn in Brake etwas los ist, müsse man da auch hingehen. Und das habe in diesem Fall richtig viel Spaß gemacht, lobte eine Brakerin, die mit der Abba-Musik aufgewachsen ist. Mit ihrem Mann drehte sie genauso wie dessen Eltern diverse Runden über die Tanzfläche oder genoss einfach den Blick aufs Hafenbecken beim Sonnenuntergang.

Wie gut, dass Abba so viele Hits geschaffen hatten. Denn so endete der Abend nicht nur mit immer mehr Publikum, das von den Klängen angelockt wurde, sondern auch erst zu sehr später Stunde.

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