Blexen /Abbehausen Der Wonnemonat machte seinem Namen am Dienstag keine Ehre. Zum Glück blieben die Maifeiern am Montag in Blexen und Abbehausen von Regen und Sturm verschont.

Die Stimmung beim Maibaumsetzen des Klootschießervereins Blexen und des Blexer Turnerbundes am Montagabend war jedenfalls prima. Mehrere Hundert Besucher begleiteten das traditionelle Schauspiel und vergnügten sich trotz niedriger Temperaturen unter freiem Himmel. Während bereits zum zweiten Mal anstelle des 14 Meter langen hölzernen Maibaumes der Blexer ein acht Meter langer, mit einer Girlande und einem Kranz geschmückter Fahnenmast aus Aluminium vor der St.-Hippolyt-Kirche aufgestellt wurde, waren erstmalig dort auch Getränke- und Imbissbuden aufgebaut worden. Uwe Mühlan, Vorsitzender des Klootschießervereins, dankte Pfarrer Dietmar Reumann-Claßen für die Unterstützung durch die Kirchengemeinde.

Dem Aufstellen des Maibaumes, das die Blexer Friesensportler allein mit Muskelkraft bewerkstelligten, ging ein Umzug voran. Zum zweiten Mal sorgte der Spielmannszug Tuspo Surheide aus Bremerhaven für die musikalische Begleitung. Das von Tristan Koch mit einem Treckergespann kutschierte Maikönigspaar Louisa Plump und Finn Lankenau erfreute die am Wegesrand stehenden Kinder mit süßen Überraschungen und begeisterte seine „Untertanen“ mit einem flotten Tanz unten dem Maibaum. Zwei Mädchengruppen des Blexer TB leiteten mit von Lena Hartfil einstudierten Tänzen zum gemütlichen Teil des Festes über.

In Abbehausen hatten die Frauen des Klootschießer- und Boßelvereins in den Vortagen beim Schmücken ihres 18,50 Meter langen Maibaumes wieder ganze Arbeit geleistet: Schnieke sah er aus, als sich die Heimatsportler mit der Feuerwehrjugend und den „Löschküken“ auf dem Bouleplatz des Landhotels Butjadinger Tor zum Maibaum-Umzug durchs Dorf trafen. Vom Spielmannszug Loxstedt auch in diesem Jahr wieder begleitet, rollten sie ihr Stangerl durchs Dorf.

Vorweg liefen Ortsbürgermeister Tobias Thormählen und Pastor Matthias Kaffka. Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr sicherten den Umzug ab. Während die Heimatsportler den Baum vor Venemas Gästehaus sicher verankerten, die Krone und den Hahn an der Spitze befestigten und die Lichterketten montierten, wartete am Bierstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite schon eine große Traube von Schaulustigen auf den Moment, in dem er in die Senkrechte gehievt, der Vereinswimpel hochgezogen und gemeinsam „Hurra Butjarland“ gesungen wird.

Traditionell endete der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein und dem Tanz in den Mai auf der Tenne. Ebenso traditionell ist inzwischen aber auch ein Wiedersehen tags darauf zum Frühschoppen und zu den Abbehauser Maispielen, bei denen in spaßigen Disziplinen stets mehrere Mannschaften unter den Anfeuerungsrufen der Umstehenden ihre Kräfte messen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.