Berne Als tolles Projekt, das gleich im doppelten Sinne dazu beitrage, Distanzen zu überwinden, lobte Bischoff Jan Janssen die neu ins Leben gerufene Berner Fahrradwerkstatt. Das Oldenburger Oberhaupt der evangelisch-lutherischen Gemeinde stattete am Sonnabend dem ersten Treffen der gemeinsam von der Kommune, der Lebensmittelausgabe Radieschen, der MachBar und der evangelischen Jugend angeschobenen Initiative einen Besuch ab.

An den November-Sonnabenden sollen im ehemaligen Schlecker-Markt gespendete Fahrräder mit den Flüchtlingen wieder verkehrstauglich gemacht werden. Auch wer beim Reparieren des eigenen Rades Hilfe benötigte, war in der Runde eifriger Handwerker richtig. Noch etwas unkoordiniert, aber mit viel Spaß gingen die Alt- und Neu-Berner ans Werk. Der radfahrbegeisterte Bischoff scheute sich nicht, genauso tatkräftig wie fachkundig zum Werkzeug zu greifen.

So wie den hiesigen Jugendlichen, hatten es auch den Flüchtlingskindern die gespendeten High-Tech-Räder angetan. Doch da musste die Begeisterung etwas ausgebremst werden – waren sie doch oft viel zu schwer wieder instandzusetzen. Wesentlich besser geeignet als Erstausstattung sind einfache Klassiker, betonte Heinz-Georg Helms, der in seinen Berner Wohnungen zwei Syrische Familien beherbergt und mit die Verantwortung für das muntere Treiben der Fahrradwerkstatt übernahm.

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Das Kinderrad, das Pfarrer Thomas Ehlert spontan vorbeibrachte, war da genau richtig und fand sofort einen kleinen Interessenten. Über Spenden weiterer Kinderräder würden sich die Initiatoren besonders freuen.

Doch allein mit dem Bereitstellen von Rädern sei es nicht getan. Während die Flüchtlingsmänner zum größten Teil das Fahrradfahren beherrschen, müssen deren Frauen es erst noch lernen. Sehr wichtig sei es, alle Neuankömmlinge mit den deutschen Verkehrsregeln vertraut zu machen. Das wird eines der nächsten Projekte sein, hieß es.

Es gehe nicht darum, die Welt zu retten. Mit nur einem Handgriff lasse sich die Flüchtlingssituation nicht lösen. Viel bewirken lasse sich aber in den kleinteiligen Netzwerken von Kommunen, Dorfgemeinschaften und Kirchen. Der Wille sei da, so die Erfahrung des Bischoffs.

Zur Fahrradwerkstatt wird an den kommenden drei Sonnabenden wieder zwischen 10 und 14 Uhr in den ehemaligen Berner Schlecker-Markt eingeladen.

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